Zwangsstörung 

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 

 

 

 

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 16. März 2021 18:20
An: ...
Betreff: Beratungstermin wegen familiärer Problemsituation

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe Ihre Internetseite gefunden, weil ich auf der Suche bin nach jemandem, der mich berät in einer schwierigen Situation im Zusammenleben mit meiner Tochter.

Sie ist 25 Jahre alt, studiert und ist in psychologischer Behandlung wegen Angststörungen und Zwangsstörungen.

Wegen der derzeitigen Situation ist sie oft zu Hause und studiert online.

Im Zusammenleben mit mir gibt es oft Konflikte und Auseinandersetzungen, wobei sich ständig alles im Kreis zu drehen scheint und nicht wirklich eine Verbesserung zu sehen ist.

Mittlerweile ist die Situation für mich so unerträglich geworden, dass ich schon negative Gefühle habe, wenn sie die Tür aufschließt und nach Hause kommt. Eigentlich müsste sie inzwischen ausgezogen sein, aber durch das Studium und die unsichere Lage derzeit geht das finanziell nicht. Außerdem will sie nicht allein sein und "klammert" sich an unsere Wohnung und auch an mich.

Ich möchte ihr eine gute Mutter sein und sie unterstützen, ihren Weg als Erwachsene zu finden und zu gehen.

Dafür benötige ich Unterstützung, ich habe gemerkt, dass ich das allein nicht schaffe.

Ich hoffe, Sie können mir bald einen Termin einräumen und freue mich auf Ihre Rückmeldung.

Vielen Dank.

...

 

 




-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 6. Januar 2019 13:23
An: ...
Betreff: Erstgesprächstermin

Sehr geehrter Herr Thiel,

ich wende mich an Sie, da meine ältere Tochter (... .2006 geb.) zwischen dem 3.10.-15.12.2018 einen stationären Aufenthalt in der KJP ... hatte. Es liegt ein Abschlussbericht der Klinik vor und es wurde eine Zwangsstörung (F42-1) festgestellt, jedoch ist der Leidensdruck meiner Tochter nicht so hoch bzw. vielleicht die Vertrauensbasis nicht geschaffen worden um sie behandeln zu können.

Es wurde dem Jugendamt ... seitens der Klinik empfohlen eine Wohngruppe für meine Tochter zu bewilligen.

Bisher haben wir noch keinen Gesprächstermin mit dem Jugendamt erhalten.

Da ich in der Vergangenheit nur sporadisch bei der mediz.-psycholog. Beratungsstelle (Herrn ...) vorstellig gewesen bin, der mir leider mit der Problematik meiner Tochter nicht weiterhelfen konnte, möchte ich es gerne Familientherapeutisch im Vorfeld vor einer Heimunterbringung versuchen.

Dienstags nachmittags ab ca. 16-16:30h sowie freitags ab 13h könnte ich am Besten einen Termin wahrnehmen.

Aber ich versuche mich natürlich nach Ihnen zu richten und möchte Sie jedoch bitten mir nicht mittwochs vormittags einen Termin zu geben, da ich an diesem Tag keine Vertretung finden kann.

Ich freue mich über eine baldige Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ....
Gesendet: Sonntag, 6. Januar 2019 19:00
An: ...
Betreff: AW: Erstgesprächstermin

Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Schön, dass Sie über eine familientherapeutische Herangehensweise nachdenken.

Bei genauer Betrachtung stellt sich oft heraus, dass die scheinbare Störung eines Menschen, die dann mit psychiatrischen Begriffen wie Zwangsstörung (F42-1) bezeichnet wird, eine verständliche Reaktion eines Menschen auf ein schwierige Situation darstellt, In so fern kommt es also nicht darauf an, diesen Menschen zu "behandeln", sondern den Kontext, die schwierige Situation, auf die sich das Verhalten bezieht, zu erkennen und wenn möglich konstruktiv zu verändern.

Kinder- und Jugendpsychiatrien sind da oft überfordert, weil sie in die Logik eines Krankenkassensystems eingebunden sind, das in gewisser Weise selbst eine ernsthafte Störung darstellt, da es nicht nur übermäßig teuer für die Beitrags- und Steuerzahler ist, sondern dazu auch noch einlädt, das Problem und damit die eigene Verantwortung zu delegieren, was das Problem natürlich nicht löst, sondern nur verlängert oder sogar verstärkt.

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Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel 

 

 

 

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