Verbale Gewalt

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 

 

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 16. Juli 2024 13:30
An: ...
Betreff: Bitte um Ihre Hilfe

Guten Tag Herr Thiel,

ich befinde mich aktuell in einer äußerst traurigen und komplizierten Situation.

 

Es geht um eine tiefe Krise zwischen meiner Frau und mir, wobei die Trennung seitens meiner Frau angedacht wird.

 

Der Grund ist meine verbale Gewalt über einen längeren Zeitraum hinweg.

 

Der Job, unsere zwei wundervollen Kinder, der hohe Anspruch an mich für die Familie zu sorgen und für alle alles zu geben ist in einer Überforderung geendet.

 

 Wir sind so traurig und verzweifelt, wissen nicht weiter, brauchen dringend professionelle kurzfristige Unterstützung.

 

Aktuell gelingt es nicht den Alltag zu meistern, da die Übelkeit, der Kreislauf und sonstige körperlichen Stresssymtome in vollem Umfang die Kehle zuschnüren.
Ich hoffe auf Ihre positive Rückmeldung mit Ihrer Kapazität für mich.

 

Sollten Sie kurzfristig nur online verfügbar sein, lassen Sie mich dies gern wissen.

Viele Grüße und bis bald.

 

...


 

 

 

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 6. Juni 2024 12:16
An: ...
Betreff: Hilfe beim Betreten der Wohnung

Hallo,

ich habe Angst in meine Wohnung zu gehen, weil meine Mitbewohnerin in der Vergangenheit bösartiges Verhalten mir gegenüber gezeigt hat.

Sie hat versucht sich in meinem Dasein umzubringen und schickt mir 20 Nachrichten am Tag. Jedes mal geht sie verbal auf mich los wenn wir uns
sehen.

Ich traue mich nicht mehr in meine Wohnung, weil sie so unberechenbar ist und würde es psyschich nicht verkraften noch einmal von Ihr verbal
angegangen zu werden oder nochmal den Rettungswagen bei einem Selbstmordversuch rufen zu müssen.

Ich habe schon Kontakt zum sozial psychiatrischen Dienst aufgebaut, dieser hatte aber nur Augen für meine Mitbewohnerin und schickt Ihr per Post eine Einladung für eine Beratung.

Dies greift natürlich viel zu kurz. Auch aus der Psychiatrie ist sie nach 2 Tagen auf eigenen Wunsch wieder heraus, weil sie keine Hilfe will.

So oder so konnte mir der sozial psychiatrische Dienst nicht helfen, weil sie angeblich keine Außerhaus Termine machen.

Auch bei der Polizei habe ich versucht Hilfe zu bekommen. Diese hat gesagt, dass sie nicht präventiv da sein könne, sondern nur wenn ein Verstoß verläge, also zu spät.

Vor 2 Wochen habe ich meine Post abgeholt und meine Mitbewohnerin hat sie mir für 3 Stunden vorenthalten und wollte mich nicht in die Wohnung reinlassen.

Dies war natürlich ein Verstoß und ich habe die Polizei kontaktiert.

Diese hat gesagt dass Sie keine Streife frei hätte und ob ich an einem anderen Tag meine Post holen könne.

Also sowohl präventiv als auch im Moment der Eskalation kann ich erstmal keine Hilfe aus dieser Richtung erwarten. ......

Dank vieler Telefonate mit dem Sohn der Mitbewohnerin hat er sie überredet mir die Brief an der Tür zu übergeben. Der Sohn hat aber auch klar gesagt dass ich ihn nicht noch einmal nerven solle.

Deshalb schreibe ich Ihnen. Ich weiß nicht wen ich noch fragen soll :(

Diese Situation war fürchterlich für mich !!! Ich war hilflos, alleine, hatte 2 Panickattacken und ich brauche eine 2te Person die mir Stabilität gibt beim nächsten Besuch.

Ich wohne gerade bei einer Freundin auf der Couch, aber möchte in einem Monat noch einmal Sachen aus der Wohnung holen. Ich habe den Schlüssel.... aber traue mich nicht alleine noch einmal so einer Situation entgegenzustehen.

Ich habe niemand finden können der mir helfen kann und brauche jemand der 1 Stunde entbehren kann ....

Wissen Sie wo ich mich da hinwenden könnte ?

mit freundlichen Grüßen

...

 


 

 

 

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 9. April 2023 01:46
An: ...
Betreff: Terminvereinbarung

Hallo,

ich möchte gerne einen Termin zur Paar-/Familienberatung mit Ihnen vereinbaren.

Wir haben zwei kleine Kinder (2 und 3 Jahre alt) und aktuell sehr häufig Streit zuhause.

Leider bemerke ich an mir auch, dass ich häufig sehr wütend werde und meinem Mann gegenüber sehr beleidigend bin.

Das möchte ich so nicht weiter tun und benötige hier entsprechende Unterstützung.

Mein Mann lehnt eine Beratung konsequent ab - ist es trotzdem für mich möglich, alleine eine Paarberatung zu machen?

Freundliche Grüße

...

 

 

 

 

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 19. Februar 2023 10:08
An: ...
Betreff: Familienkrise / Lebenskrise

Hallo Herr Thiel,

ich würde gerne Ihre Hilfe in Anspruch nehmen.

Mein Name ist Franz Pestel - Name geändert, bin 58 Jahre alt , seit 29 Jahre verheiratet und habe zwei erwachsene Kinder.

Ich stecke gerade in einer tiefen Krise mit mir selbst und meiner Frau und weiß eigentlich nicht ,an wen ich wenden soll ,der mir in dieser Situation weiterhilft.

In letzter Zeit (oder vielleicht Jahre) drohe ich meiner Frau, das ich mich Scheiden lassen möchte, meistens ist dieser Gefühlsausbruch unter stark konsumiertem Alkohol.

Wahrscheinlich trinke ich auch zu viel Alkohol, aber es entlädt sich immer nur an meiner Frau.

Es ist nicht eine gewalttätige Entladung ,sondern eine verbale, was die Sache aber nicht besser macht. Ich frag mich natürlich woher dieser Groll auf meine Partnerin kommt, denn eigentlich verstehen wir uns soweit ganz gut.

Können Sie mich hierbei unterstützen oder wissen Sie eine Adresse an die ich mich wenden kann, sollte ich nicht bei Ihnen richtig sein?

Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

 

 

 

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Mittwoch, 31. August 2022 21:20
An: ...
Betreff: Erstgespräch
 
Lieber Herr Thiel,

derzeit zeichnen sich für mich in unserer Familie zunehmend sehr unschöne Kommunikations- und Streitsituationen zwischen unserem Sohn (8 Jahre) und meinem Mann ab, die mich dazu veranlassen, externe Beratung zu suchen.

In meiner Wahrnehmung schießt mein Mann regelmäßig über das eigentliche Ziel der jeweiligen Diskussionen derart hinaus, dass es in Richtung verbaler Attacken und verbaler Gewalt gegen unser Kind geht.

Mittlerweile kommen auch ähnlich besorgte Angehörige auf mich zu, die die oft massiv sarkastischen und ablehnenden Bemerkungen meines Mannes ebenfalls besorgniserregend einordnen und die spüren, wie unser Sohn und die Vater-Sohn-Beziehung darunter leidet.

Wenn Sie uns beratend und/oder vermittelnd helfen könnten, wäre das ein Lichtblick.

Mit vielen Grüßen,

...

 

 

 

 

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 5. März 2021 17:29
An: ...
Betreff: Einzeltherapie/Paarberatung/Familienberatung

Hallo Herr Thiel,

ich bin ...., 27 Jahre und lebe hauptsächlich in ...  Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen.

Konkret geht es mir darum, ob Sie in diesem Fall der richtige Therapeut sind, wenn ja, um welche Art von Therapie handelt es sich und wie schaffe ich es, meine Eltern davon zu überzeugen?

Außerdem würde mich der Stundensatz in diesem Fall interessieren bzw. ob es nicht vielleicht eher eine Einzelberatung meiner Mutter zum Thema Kaufsucht bedarf? (Wenn ja, wie soll man eine einzelne Person überzeugen?) Für meine Eltern gilt leider, musst du zum „Psycho“ bist du krank (Schamgefühl). Abschließend die Frage, ob die Therapie in ... stattfinden würde?

Nun zur Situation:

Meine Eltern leben seit 30 Jahren zusammen in .... Über die Jahre hat sich das Verhältnis verschlechtert. Ich besuche Sie regelmäßig alle 3 Wochen. Es handelt sich in meinen Augen nur noch um eine Gewohnheits- oder Zweckbeziehung (Kinder). In letzter Zeit spitzte es sich zu. Mein Vater hat bereits einige Male laut überlegt auszuziehen.

 

Als Kind stehe ich zwischen den Fronten auch wenn ich zum Glück durch die größtenteils räumliche Distanz, Abstand gewinnen kann. Als Kind versuche ich beide zu lieben, auch mit Ihren Fehlern, außerhalb der Rolle, kann ich meinem Vater die Überlegungen nicht übel nehmen.

 

Als Ursachen für die heutige Situation, vermute ich folgende Punkte:

1.) Die Kindheit meiner Mutter (Nur Vermutung!)
2.) Die Kaufsucht meiner Mutter (Keine Verschuldung, Kauft was im Angebot ist und das in unnötigen Mengen, kann sich schwer von etwas trennen)
3.) Zerbrochene Kommunikation (Keine Empathie und keine Reflexion von beiden, Gleichgültigkeit, teilweise erniedrigende Sprache von meiner Mutter)
4.) Habgier meiner Mutter. Gönnt ihm nichts mehr, mein Haus, meine Regeln…bis hin zum Essen (Ganz anders bei den Kindern)
5.) Mittlerweile weniger relevant. Wir Kinder. Also ich und mein Halbruder ... (mütterlich, 33 Jahre, Freundin + Sohn, bauen Haus (endgültiger Auszug))

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

 

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-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 5. März 2021 17:52
An: ...
Betreff: AW: Einzeltherapie/Paarberatung/Familienberatung

Sehr geehrter Herr ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Das Wort "Therapie" sollten wir tunlichst vermeiden, sonst geht das ganze schon am Anfang vor den Baum.

Wir reden lieber über Beratung, das kennt man vom Optiker und von Hörgeräteakustiker, die ihre Produkte an den Mann oder die Frau verkaufen wollen.

Ich habe allerdings auch keine zündende Idee, wie man Ihre Mutter und Ihren Vater für eine Beratung oder ähnlichen motivieren kann.

Wenn keiner der beiden etwas am Status Quo verändern will und sich dafür auf den Weg macht, gegebenfalls mit externer Hilfe, dann bleibt es wohl alles beim alten und schleppt sich weiter so dahin, bis es womöglich mal richtig knallt oder einer oder beide ernsthaft erkrankten, denn auf Dauer hält das kein Organismus ohne schwere Schäden aus.

Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel


 

 

 

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