Vater verstorben

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 




 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 23. Februar 2020 16:12
An: ...
Betreff: Anfrage

Guten Tag,
Ich melde mich in meiner Rolle als Freundin einerseits und als Patentante der Tochter der Freundin.

Vor einigen Jahren verstarb der Ehemann und Vater. Er hatte zum Erwerb so gut wie nichts beigetragen.

Die Mutter ist es, die 100% oder sogar mehr arbeitet, um die Familie zu ernähren.

Dank eines Erbes konnte sie zwar ein Haus bauen, aber genau dann, als es fertig war starb der Mann.

Nun wohnen die beiden im eigenen Haus, aber seither gibt es einen Strauß an Problemen.

Die Tochter ist 15. Einen Hund gibt es auch.

Probleme:
Geldsorgen: das Geld reicht nie es gibt fast immer minus.
Erwerbssituation: Die Mutter ist mit ihrer Arbeitsituation sehr unglücklich und findet zu wenig Zeit zur Erholung. Würde sich gern neu orientieren, aber dazu fehlt auch Zeit, bzw. ist der Hund ein Problem.
Mutter-Tochter: Der Mutter mangelt es an Grenzziehungen und Einführung und Durchsetzung klarer Regeln. (Sie agiert oft wie eine Freundin und nicht wie eine Autoritätsperson, belastet auch das Kind mit ihren Sorgen) Die Tochter engagiert sich im Haus / Haushalt kaum und nimmt häufig Fahrdienste (der Mutter) in Anspruch. Pflege des Hundes auch Dauer-streitthema.
Ernährung: Kind ist übergewichtig und voll entwickelt. Problem: Wenn zu Hause nichts gekocht ist ernährt sie sich viel von instant-Nahrung, wirft der Mutter vor, der Kühlschrank sei leer; Mutter sagt: du kannst dir doch was kochen, usw.usw.

Meine Freundin hat mir gegenüber oft geäußert, dass sich nicht weiter weiß, dass sie frustriert ist, aber Hife annehmen fällt ihr auch oft schwer.

Was kann ich tun?

Ich möchte ihr gerne dazu raten, Hilfe anzunehmen.
Ihren systemischen Ansatz finde ich gut.
Denke, auch ein Erziehungsbeistand könnte den beiden gut tun.

Frage: meinen Sie, es ist gut, meiner Freundin nahe zu legen, mal zum Jugendamt zu gehen?
Oder ihr Ihre Adresse geben?

Ich würde mich auf Antwort freuen.

Vielen Dank und schönen Gruß

...

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 23. Februar 2020 21:42
An: ...
Betreff: AW: Anfrage



Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.


Ihre Patentochter aber auch die Mutter kann sich an das Jugendamt wenden. Dort kann dann beraten werden, welche Hilfe konkret geleistet und finanziert werden kann.



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 

 





-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 15. August 2019 12:50
An: ...
Betreff: Infos zur Familientherapie-Mann verstorben-Probleme mit den Kindern

Sehr geehrter Herr Thiel,

ich bin auf der Suche nach einer familientherapeutischen Hilfestellung und bin über das Internet auf Ihre Seite gestoßen.

Mal kurz zu unsere Situation, damit Sie sich ein grobes Bild machen können, um zu sehen, ob Sie uns hier behilflich ein können:

Ich war mit einem alkoholkranken Mann verheiratet, wir haben drei Kinder, und er ist letztes Jahr an seiner Sucht gestorben.
Aufgrund seiner Krankheit hatte ich mich zwei Jahre davor von ihm getrennt, da ein gemeinsames Leben unmöglich war.

Durch seinen Tod sind viele Probleme entstanden, ich fühle mich überfordert da u.a. sich die Kinder wie 5jährige verhalten und mir keine Unterstützung im Haushalt geben.

Außerdem haben wir erbschaftliche Schwierigkeiten, da er eine Lebensversicherung hinterlassen hat, die von seiner Tante verwaltet wird und mir die Kinder mit Geldentzug drohen, wenn ihnen zuhause was nicht paßt. Wenn ich dann in solchen Situationen die Kinder bitte, sich ein anderes zuhause zu suchen, wenn es ihnen hier nicht paßt, rufen sie meine Mutter an, die prompt vor der Tür steht und sich auf die Seite der Kinder stellt. Sie wirft mir vor, eine Rabenmutter zu sein und so fühle ich mich wie Don Quijote gegen vier Windmühlen.

Die Rollenverteilung zwischen Erwachsene und Kinder hat sich verschoben, worunter ich sehr leide. Ich bin auf das Geld meiner Kinder angewiesen, da ich aus meinem Gehalt kaum die Miete zahlen kann.

Die Kinder sind 21, 17 und 15 Jahre alt, wohnen alle zuhause, aber wie gesagt, sie verhalten sich nicht altersentsprechend.

Ich bitte deshalb dringend um baldige Hilfe, da mir die Situation sehr belastet und ich Angst habe, meine Arbeit zu verlieren, da ich außerdem nur einen befristeten Vertrag habe.

Unsere Hausärztin kennt unsere Situation und ich könnte sie nach einer Überweisung bzw. Kostenübernahme der Krankenkasse fragen.

Lieben Dank im Voraus für Ihre Unterstützung und freue mich auf Ihre Rückmeldung.


Mit freundlichen Grüßen,

...

 

 

 

 



 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 25. Januar 2018 16:22
An: ...
Betreff: Termin Familienberatung

Sehr geehrter Herr Thiel,

ich schreibe Ihnen aufgrund unserer derzeitigen familiären Situation in der Hoffnung, bei Ihnen eine Familienberatung machen zu können.

Ich möchte Ihnen kurz unsere aktuelle Familiensituation erläutern, damit Sie sich ein grobes Bild machen können:

Wir (das sind meine Schwester (26), mein Bruder (20) und ich (23)) machen uns Sorgen, dass unsere Mutter (56) und unsere Halbschwester (9) in einem halben Jahr, wenn mein Bruder als letzter von uns dreien aus dem Elternhaus auszieht, alleine zu zweit wohnen.

Vor sechs Monaten ist unser Stiefvater (also der Mann unserer Mutter und der Vater unserer Halbschwester) verstorben.

Meine Mutter ist seit Jahren psychisch instabil (nicht diagnostiziert) und alkoholkrank. Ihre psychische Labilität hat sich seit dem Tod ihres Mannes weiter verstärkt.

Unsere Halbschwester macht seit dem Tod ihres Vaters eine Therapie bei einer Kinder- und Jugendtherapeutin. Auch unsere Mutter nimmt in relativ unregelmäßigen Abständen Therapiestunden. Unsere Halbschwester äußert häufig Ängste, was passiert, wenn unser Bruder auszieht, und unsere Mutter spricht von Erschöpfung und äußert Sätze wie "Ich schmeiße mich vor den Zug".

Bislang kann unser Bruder noch als eingreifende und unterstützende Instanz wirken. Wie es allerdings weitergehen soll, wenn er erst einmal ausgezogen ist, sind wir jedoch nicht in der Lage, uns vorzustellen.

Deshalb suchen wir einen objektiven Familienberater, der uns in unserer Lage helfen kann. Ich hoffe sehr, dass wir einen möglichst zeitnahen Termin ausmachen können!

Mit freundlichen Grüßen und vielem Dank im Voraus,

...






-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 25. Januar 2018 17:23
An: ...
Betreff: AW: Termin Familienberatung


Sehr geehrter Herr ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Das hört sich ein wenig nach einer Kindeswohlgefährdung an, sollte Ihr Bruder (20) aus dem Haushalt der Mutter ausziehen.

Ich empfehle hier eine Kontaktaufnahme mit dem Jugendamt, denn es erscheint mir nicht unwahrscheinlich, dass es Ihrer Mutter an der nötigen Problemeinsicht fehlt und somit eine Gefährdung des Wohls Ihrer Halbschwester nicht unwahrscheinlich erscheint.

Das Jugendamt kann in Abstimmung mit der Mutter eine Familienhilfe installieren, so dass zum einen eine Unterstützung und zum anderen auch eine gewisse, wenn auch relativ lockere Kontrolle gegeben ist.

Flankierend könnte eine aufsuchende Familientherapie installiert werden, die dabei hilft, aktuelle Probleme zu lösen und neue Perspektiven zu eröffnen.



Darf ich fragen, wie Ihr eigener Vater hier involviert ist?

...




Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 

 

 

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