Umsonstkultur

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

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Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern. 

 

 

 

 

 





Umsonstkultur

Es ist schon merkwürdig. Zum einen ziehen staatsbürokratische Parteien wie SPD, Grüne und CDU den Bürgerinnen und Bürgern ganz ungeniert Geld aus der Tasche. Von GEZ bis Einkommensteuer, Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Grunderwerbssteuer, wer nicht zahlt wird zwangsvollstreckt oder sogar eingesperrt.

Finanzminister Olaf Scholz von der SPD (hier hat man wohl den Bock zum Gärtner gemacht) kommt schon richtig ins Schwitzen, wie man auf typische SPD Art, die Milliarden unter das aus Sicht der SPD notleidende Volk schüttet. Erst macht man die Leute arm durch die staatlichen Raubzüge und dann gibt man ihren scheinbar gönnerhaft Almosen. Das ist SPD-Logik.

Umsonstkultur, die Debatte kennen wir im Zusammenhang mit Bankgebühren, seit dem Niedergang der Zinsen, müssen sich Bankkunden zunehmend an Kontoführungsgebühren gewöhnen, vorher hatten die Banken die Kosten der Kontoführung über die Zinseinahmen gegenfinanziert.

Dann die Debatte um die Musiktauschbörsen die im Internet aufblühten, wo man für umsonst Musik "tauschen" konnte - bis die Bundesregierung und diverse Abmahnanwälte dem mehr oder weniger ein Ende setzten. Über Gema-Gebühren finanzierten Musiker entfaltete hier eine erhebliche Protest- und Lobbyarbeit, da sich wirtschaftliche Einbußen bemerkbar machten.

Nun gibt es aber auch noch die staatlich subventionierte Umsonstkultur im Bereich von Familienberatung, Lebensberatung, Krisenberatung, etc. pp.

Der Staat pumpt hier jedes Jahr einige Hundert Millionen an zwangsweise erhobenen Steuergeldern (genaue Zahlen sind auf Grund der Zuständigkeit der Gebietskörperschaften (Landkreise, Stadtkreise und Gemeinden die ein Jugendamt vorhalten) und zu einschlägigen bekannten Trägern wie die deutschlandweit operierenden Sozialkonzernen Caritas, Diakonie und andere kirchliche Trägerkonstrukte, Arbeiterwohlfahrt, etwas kleiner dann Pro Familia, Kinderschutzzentren, Kinderschutzbund Verband alleinerziehender Mütter und Väter, bis hin zu zahlenmäßig eher unbedeutenden kleinen regional verankerten Trägern.

Die gleichen Träger sitzen dann auch noch in den örtlichen Jugendhilfeausschüssen, wo sie unmittelbar darauf Einfluss nehmen können, wohin im Bereich Familie, Kinder, Jugend und Soziales die Gelder der Gebietskörperschaft fließen und wohin nicht. Drei mal raten wofür gestimmt wird.

Selbstverständlich darf nicht jeder Träger der freien Jugendhilfe MItglied im Jugendhilfeausschuss werden, sondern nur die die von den Mitgliedern der Vertretungskörperschaft gewählt werden, also in der Regel von den einschlägigen staatstragenden Parteien CDU, SPD, Grüne und Linkspartei.

 

§ 71 Jugendhilfeausschuss, Landesjugendhilfeausschuss
(1) Dem Jugendhilfeausschuss gehören als stimmberechtigte Mitglieder an

1.
mit drei Fünfteln des Anteils der Stimmen Mitglieder der Vertretungskörperschaft des Trägers der öffentlichen Jugendhilfe oder von ihr gewählte Frauen und Männer, die in der Jugendhilfe erfahren sind,
2.
mit zwei Fünfteln des Anteils der Stimmen Frauen und Männer, die auf Vorschlag der im Bereich des öffentlichen Trägers wirkenden und anerkannten Träger der freien Jugendhilfe von der Vertretungskörperschaft gewählt werden; Vorschläge der Jugendverbände und der Wohlfahrtsverbände sind angemessen zu berücksichtigen.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__71.html

 

 

So schließt sich denn der Kreis, wer da von systemimmanenten Filz spricht, ist ein Schalk oder hat die Absicht keine Karriere zu machen.

Die Bürgerinnen und Bürger, die ja zugleich auch Steuerzahler/innen und Steuerzahler sind, haben sich über Jahrzehnte bundesdeutscher staatlicher Fettleibigkeit an das paternalistische Wohlfahrts- und Ausbeutungsverhältnis gewöhnt: Du zahlen viel Steuern und tut Dir etwas weh, Du bekommen kostenlosen Termin bei AWO, Caritas, Diakonie etc.

Behäbigkeit und staatlich organisierter unlauterer Wettbewerb beherrschen das Land, die freiberuflich tätigen Berater/innen und Theraput/innen kriegen keinen einzigen Cent vom Staat. Ganz im Gegenteil, der Staat beutet diese am Gemeinwohl arbeitenden Freiberufler auch noch auf unverschämte Weise aus. Wer sich da von den politisch Verantwortlichen über die Zustände in der staatsozialistischen DDR aufregt, der soll sich an die eigene Nase fassen und den eigenen Augiasstall ausmisten.

Während also Caritas und Co. dank der Steuermillionen kostenlose Beratungen anbieten können - und dann dabei noch den Eindruck vermitteln - sie täten das auf purer Menschenfreundlichkeit - werden freiberufliche Anbieter vom Staat auch noch kujoniert.

Man stelle sich nur vor, neben einer normalen Tankstelle, wo man für das Tanken selbstverständlich bezahlen muss, bietet eine staatlich vollsubventionierte Tankstelle Benzin für Null Euro an. Die normale Tankstelle wäre innerhalb weniger Wochen pleite. Seltsamer Weise ist die SPD bisher noch nicht auf die Idee gekommen, Benzin aus Steuergeldern zu bezahlen und damit als Partei das politische Überleben zu sichern.

Was im Beispiel einer Tankstelle jedem als Absurdität einleuchtet, führt nun nicht automatisch dazu, dies auch für den Bereich von Familien- und Lebensberatung für absurd anzusehen. Es kommt dann oft das Argument, ja die Reichen die könnten ja für Beratung bezahlen, aber nicht die Armen. Seltsamer Weise hat der Gesetzgeber bisher noch kein Gesetz erlassen, dass nur arme Menschen eine staatlich subventionierte Beratungsstelle aufsuchen dürfen. Wenn dem so wäre, könnte man sagen, o.k. das ist ein faires und aus sozialen Gründen durchaus denkenswertes Modell, wobei aber auch hier zu fragen wäre, warum der Staat dann nicht auch den freiberuflichen Berater/innen den Zugang zu den Armen mit Beratungshilfescheinen ermöglicht.

Aus alles dem kan man nur den Schluss ziehen, dass es letztlich parteipolitische Gründe sind, dass es eine mit Millionen subventionierte Beratungslandschaft von Caritas und Co gibt, dies soll letztlich Wählerstimmen generieren. Früher nannte man das Korruption, heute nennt man das Wohlfahrt.

Peter Thiel, 14.01.2020

 

 

 

 

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