Trennungsfamilie

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 





-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 23. April 2019 12:11
An: ...
Betreff: Anfrage

Sehr geehrter Herr Thiel,

mein Exmann und ich sind seit August 2018 getrennt. Die gemeinsamen Kinder (4 und 2 Jahre) leben bei meinem Exmann in ... .

Ich lebe und arbeite in ... (unser letzter gemeinsamer Wohnsitz).

Die Kommunikation bzw. die Organisation der 2-wöchentlichen Besuche gestalten sich als schwierig.

Ich habe zugegebenermaßen einen sehr beschwerlichen und langen Weg von ... nach ... (Bahn, Flugzeug, Bus, Bahn), der nicht selten aufgrund von Verspätungen bis zu 7 Std. andauert. In der Regel komme ich Freitag nachts an und fahre am Sonntag gegen 13 Uhr wieder.

In der sog. Scheidungsvereinbarung sind bis zu 3 Besuche/Monat geregelt, wovon ich aber aus beruflichen Gründen nur 2 Besuche/Monat wahrnehmen kann.

Während der Besuche wohne ich bei ihm im Haus, was ebenfalls sehr belastend ist, da ich wenig "Allein-Zeit" mit meinen Kindern habe. Ich fühle mich oft beobachtet bzw. mein Handlungs- und Gestaltungsspielraum ist sehr beschränkt.Ich bin sowohl aus wirtschaftlichen, als auch aus logistischen Gründen nicht in der Lage das Haus an dem Wochenende mit den Kinder zu verlassen. Ich wäre sehr gerne eine alleinige Betreuungsperson für die Kinder. Die Zeit der Besuche löst ein ambivalentes Gefühl aus: Zum Einen freue ich mich sehr, meine Kinder wieder zu sehen und zum Anderen empfinde ich die Zeit im Haus des Vaters und im ständigen Beisammen als äußerst belastend.

Zudem wohnen die Großeltern der Kinder mindestens die Hälfte der Woche im Haus des Vaters, um ihn zu unterstützen, da er einen Vollzeit Job hat. Während meiner Besuche sind sie nicht da. Das Verhältnis ist gestört, da wir seit mindestens 1 Jahr nicht miteinander gesprochen oder einander gesehen haben und dies auch nciht wünsche, da ich eine Konfrontation mit Ihnen meide.

Ich befürchte, unser Grundproblem liegt im Misstrauen und an einer fehlenden Wertschätzung. Diese sind uns offenbar im gesamten Trennungsverfahren verloren gegangen. Zudem glaube ich, dass mein Exmann die Trenung nicht ausreichend verarbeitet hat, da er mir gegenüber oft herrisch und destruktiv wirkt.

Ich habe ihm Gesprächsangebote gemacht, auf die er zwar eingeht, aber nicht lange aushält und das Gespräch entweder abrupt beendet (persönlich/telefonisch) oder den Vorwurf vorbringt, ich würde mich im Kreis drehen und das Thema sei für ihn beendet.

Sie sehen, es sind verschiedene Figuren im Spiel, viele unverarbeitete Emotionen, viel Kommunikation, die nicht gelingt.


Wäre eine Beratung/Mediation möglich?


Herzliche Grüße,

...

 

 




-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 2. Dezember 2018 20:38
An: ...
Betreff: Anfrage

Hallo Herr Thiel,

vorab vllt eine Kurzbeschreibung zu uns.

Ich bin seit März 2018 Alleinerziehende Mutter von drei Kindern. Mit meinem Ex-Partner habe hab zwei gemeinsame Kinder. Mein ältester Sohn ist aus einer anderen Beziehung.

Für alle drei habe ich das alleinige Sorgerecht.

Seit der Trennung ist kein Tag wie der andere.
Die Kinder sind bis jetzt jeden Mittwoch eine Stunde und jeden Sonntag beim Papa und kommen fast Jedes mal völlig verändert wieder.

Es fallen oft so Sätze vom Papa wie: "Es ist mir kack egal ob du meine Freundin kennen lernen möchtest oder nicht."
"Es ist mir völlig egal ob Du zu mir möchtest oder nicht. Denn ich habe auf dein Gebocke keine Lust." Oder "Ich kaufe keine Salatgurke für euch. Ich esse das ja nicht."

Mein Sohn, der nicht sein leibliches Kind ist, hat große Angst vor Ihm. Er wurde während Unserer Beziehung oft von Ihm geschlagen und angeschrien.

Jegliches ansprechen beim Jugendamt blieb erfolglos. Ich bekomme immer nur zu hören, da müssen die Kinder durch. Und die Kinder müssen sich selbst wehren.

Ich weiß einfach nicht mehr wie ich damit umgehen soll und wie ich mit den Kindern in solch Situationen umgehen soll.

Ich möchte wirklich das sie zu den Besuchszeiten zum Papa gehen. Aber ich möchte auch das Sie dort mit Freude hingehen und auch so wieder kommen.

Können Sie mir in irgend einer Form helfen oder bin ich bei Ihnen falsch??

Viele Grüße

...


 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 3. Dezember 2018 14:25
An: ...
Betreff: AW: Anfrage



Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.


Wenn die zuständigen Kollegen vom Jugendamt nichts unternehmen, können Sie Dienstaufsichtsbeschwerde beim Amtsleiter einreichen.

Ansonsten ist gegebenenfalls das Amtsgericht zuständig, bestimmte zwischen den Eltern strittige Fragen zum Wohle des Kindes zu regeln



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 




 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 7. September 2018 08:15
An: ...
Betreff: Wir brauchen Hilfe

Sehr geehrter Herr Thiel,

wir sind in einer sehr schwierigen Familiensituation und der negative Strudel scheint uns immer mehr nach unten zu reißen.

Ich habe 3 Kinder (7, 10, 12) und lebe seit 4 Jahren getrennt vom Vater der Kinder. Wir hatten einen mit Mediation erarbeiteten Eheauseinandersetzungsvertrag. Leider hält er sich an gar nichts. Im vergangenen Jahr hat er durch 2 Instanzen hinweg versucht, dass die Kinder zu ihm nach ... ziehen. Ohne Erfolg. Das Gericht hat die Manipulation der Kinder enttarnt und abgelehnt. Da er vor Gericht keinen Erfolg hatte, versucht der Vater das leider über die Kinder. Er zeigt ihnen Anwalts- und Polizeischreiben und installiert mich und meinen Partner, der seit 2 Jahren bei uns wohnt, als Feindbilder und erzählt Lügen über uns. Es scheint egal, was wir machen oder nicht machen, die Distanz zwischen den Kindern und mir und meinem Partner wird immer größer. Von dem allem scheinbar unberührt ist meine Tochter ..., nur die beiden Jungs sind ihm scheinbar hörig. Der Vater scheut auch nicht davor, die Kinder außerhalb seiner Umgangszeit mir oder den Großeltern zu entziehen. Erst vor 10 Tagen streckte er vor den Augen der Kinder seinen über 80-Jährigen Vater nieder, stieg mit den Kindern ins Auto und zeigte den alten Mann wegen Körperverletzung an (auf die er dann angeblich mit „Notwehr“ reagierte).

Mein Sohn ... (10) macht mir am meisten Sorgen. Seine innere Zerrissenheit spiegelt sich nach außen. Ein Tag kuschelt er sich in meinem Bett an mich, am nächsten Tag schreit er mich an, wenn ich ihm nur Gute Nacht sagen will. Er hat exzessive Gewaltfantasien, malt Gewalt und ist auch mir gegenüber schon körperlich geworden. Wenn man ihn um etwas bittet, wird man in der Regel ignoriert. Er beleidigt und lügt. Er hat auch schon mal gesagt, er würde sich prügeln und dann einfach behaupten, ich wäre es gewesen…

Wir wissen einfach nicht mehr, was wir tun sollen.

Können Sie helfen?

...

 

 

 



 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 3. April 2018 01:58
An: ...
Betreff: Wartezeit auf einen Termin?

Wie lange würde es denn ca dauern, bis man einen Termin bekommt?

Wir machen uns gegenseitig das Leben schwer.

und meiner Meinung nach, zeigt unser Sohn mit zweieinhalb Jahren deutliche Auffälligkeiten, die unseren Streitereien zuzuschreiben sind.

Ich überlege, ob eine Trennung oder das Aufrechterhalten des gewohnten und geliebten Umfeldes unsere Sohnes die bessere Lösung ist.


Mfg

...


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 3. April 2018 18:05
An: ...
Betreff: AW: Wartezeit auf einen Termin?



Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Die beste Lösung gibt es womöglich nicht, aber sicher eine Lösung mit der man selber leben kann.

Grundsätzlich sehe ich hier drei Alternativen:

- Verbesserung der familiären Situation ohne Trennung

- räumliche Trennung bei Aufrechterhaltung und Neugestaltung der Beziehung als Paar und Kleinfamilie

- räumliche Trennung und Trennung als Paar bei Neugestaltung der Elternfunktion, hier kommen verschiedene Betreuungsmodelle in Betracht, Stichwort Residenzmodell oder Paritätmodell (Wechselmodell)



Von der Version jahrelanger Rosenkrieg will ich hier nicht reden, da ich hoffe, dass sie als Mann und Frau, Mutter und Vater, das besser hinkriegen.


...

Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 

 



 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 4. Januar 2018 14:26
An: ...
Betreff: Familientherapie

Guten Tag!

Ich habe folgendes Problem:
Ich lebe mit meinen Kindern, ... (18) und ... (15) seid 4 Jahren von deren Vater getrennt, seid ca. 2 Jahren sind wir geschieden. Trotz der räumlichen Trennung hat der Vater nie eine Emotionale Trennung, besonders von mir, zugelassen. Es gab immer wieder Streit deswegen, besonders wenn mal wieder eine neue Frau in seinem Leben Platz gefunden hatte. Er benahm sich, trotz neuer Partnerin immer so, als seien wir noch die Familie, die er herbeirufen kann, wenn er sie braucht und ausschließt, wenn sie nervt! Darunter haben natürlich besonders die Mädchen gelitten.
Nun hat er mal wieder eine neue Frau, die auch nach 2 Wochen Beziehung bei ihm eingezogen ist und im März soll geheiratet werden. Diese Dinge hat er immer beschlossen, ohne in irgendeiner Weise die Mädchen mit einzubeziehen. Die Kinder sind natürlich völlig durch den Wind und die Situation bei uns zu Hause ist kaum noch zu ertragen, da die Mädchen mehrmals am Tag ihre Meinung zum Thema Papa zu ändern scheinen. Mal werden er und seine Verlobte gehasst und im nächsten Moment ist er zwar immer noch doof, aber er hat ihnen ja Geld gegeben, also passt das! Für mich, die immer dazwischen steht, ist es nur schwer zu ertragen und ich streite ständig mit den Kindern, da sie auch nicht in der Lage sind, ihrem Vater ihre Gefühle ehrlich mitzuteilen. Deshalb frage ich, ob es im Rahmen der Familientherapie eine Möglichkeit der Aufarbeitung gibt, da hier wohl einiges im Argen zu liegen scheint.


Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Nach meiner Erfahrung gehören solche Fälle zu den besonders schwierigen, das soll Sie aber nicht entmutigen, hier nach brauchbaren Wegen zu suchen.

Ich könnte mir vorstellen, dass man hier erst einmal im Einzelgespräch mit Ihnen einen Blick hinter die Kulissen werden sollte, um die Beziehungsdynamik, vor, während und nach der Trennung einigermaßen zu verstehen. Vermutlich wird man erst dann darüber nachdenken können, welche Interventionen geeignet sind, eine Wende zu Guten herbeizuführen.

Allerdings müsste man zu gegebener Zeit dann sicher auch den Vater einbeziehen, wenn der ablehnt, auch aus emotionalen Gründen, wird es wohl schwierig.


...



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 

 

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