Trennungseltern

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 

 






-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Samstag, 6. November 2021 04:51
An: ...
Betreff: Familientherapeutische Beratung

Sehr geehrter Herr Thiel,

ich habe Sie zufällig "gegoogelt", als ich leider immer wieder feststellen musste, dass solchartige familientherapeutische Angebote, die von der Kinder- und Jugendhilfe pauschalisiert finanziert werden, kaum oder besser gesagt gar nicht gibt.

Ich habe mit meinem ehemaligen Lebensgefährten zwei gemeinsame Söhne, 15 und 9 Jahre alt. Die Geschichte hierzu ist unendlich lang. Unzählige Anträge und Auseinandersetzungen beim Familiengericht, Jugendamt sowie im Rahmen der Beratungsstelle ... . Die eigentliche Problematik - Elternkommunikation - wird kaum eingegangen, da diese in einem speziellen fachlichen Rahmen geschaut werden muss. So zumindest die Aussagen dieser Stellen.

Die Elternebene betrachte ich leider ausschließlich als toxisch. Die Kinder, insbesondere der 9-jährige Sohn leidet sehr darunter bzw. er ist der Opfer unserer Auseinandersetzungen auf der Elternebene. Natürlich fühle ich mich als Mutter zu ungerecht behandelt und an keiner Stelle gehört und verstanden. Der Vater wird mit Sicherheit das selbe kommunizieren.

Ich bin davon überzeugt, dass wir bei Ihnen genau richtig sind, Ihr typischer "Fall".

Erst gestern hatten wir den letzten familiengerichtlichen Erörterungstermin, in dem mich gezwungen gefühlt habe dem Aufenhalt beim Vater zuzustimmen. Das Familiengericht beachtet zwangsläufig - da es einfach so ist - lediglich die juristischen Aspekte. Die psychologische Perspektive wird kaum behandelt, trotz des vorliegenden familienpsyhologischen Gutachtens, der lediglich nur Kurzaufnahmen impliziert, ohne tiefer in die Prozesse/Perspektiven einzugehen (zu wollen). Sie merken, es ist bereits viel passiert und ich bin diejenige, die sich als unverstanden fühlt (wird Ihnen mehr als bekannt sein).

Bereits seit längerer Zeit äußere ich meinen Wusch gegenüber aller Beteiligten so ein therapeutischen Angebot in Anspruch zunehmen, wo alle Aspekte auf der Elternebene und des Kindes/der Kinder beschaut werden kann und im günstigen Fall die elterliche Kommunikation verbessert werden kann. Alle behördliche Beteiligten (Familiengericht, Sachverständige, Verfahrensbeistandin, Jugendamt, ...-Beratungsstelle) sehen und postulieren es genauso. Der Vater hat stetig abgelehnt, da er für sich die rechtliche Regelung des Sorgerechts haben wollte. Nun ist es vorerst geregelt, dass der Vater nun keine weiteren Ausreden mehr vorbringen kann. Ich merken - so glaube ich - dass die Freiwilligkeit eventuell fragwürdig ist. Meine haben Sie, sonst gehe ich zu Grunde und die gemeinsame Kinder bzw. der 9-jähriger Sohn zwangsläufig mit.

Ich habe ebenfalls gesehen und den Antragsmuster an das Jugendamt zur Übernahme der Kosten durchgelesen. Gestern im Rahmen des Erörterterungstermin wurde die Elternebene ausschließlich als toxisch betrachtet und bezeichnet. Alle teilnehmenden Institutionen haben nach einen entsprechenden familientherapeutischen Angebot im Umgebung gesucht. Ihr Angebot wurde seitens des Jugendamtes nicht erwähnt, da es angesichts des enormen Kostendruckes in der Kinder-und Jugendhilfe ausschließlich nach "allgemeinen" pauschalisierten Beratungsangeboten geschaut wird. Was ich mit meinen diesen Formulierungen verdeutlichen möchte, dass die Kostenübernahme Ihres Angebotes durch das Jugendamt übernommen werden müsste. Natürlich werden sie nicht erfreut sein und ich müsste gut begründen, am besten kurzfristig, sonst liegt die familiengerichtliche Anhörung zeitlich weiter weg und wird demnach nicht mehr "präsent" genug sein.

Als Verfahrensbeistandin wird bei uns stetig Frau ... bestellt, die ebenfalls als systemische Familientherapeutin tätig ist. Sie kommt also nicht infrage.

Beim Jugendhilfezentrum übernimmt teilweise Frau ... solchartige Aufträge. Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit hatte ich in der Vergangenheit sowohl Kontakte zu ihr als auch zu ihrer Tochter, so dass sie diese Aufgabe nicht übernehmen möchte, was auch nachvollziehbar ist, da die geforderte Neutralität bereits von Anfang an, nicht gegeben ist.

Sie kenne ich nicht, zumindest ist mir Igr Name mir nicht präsent. So gehe ich davon aus, dass Sie mich ebenfalls nicht kennen. Der Vater hatte mit Sicherheit keine Berührungspunkte mit Ihnen. So dürfte zunächst der objektive Rahmen der Auftragsaufnahme geklärt, hoffe ich zumindest.

Hinsichtlich der Kosten würde ich gern kurzfristig mit Hilfe Ihres Antragmusters einen entsprechenden Antrag zur Kostenübernahme gemäß SGB VIII stellen.

Ich hoffe sehr, dass Sie bereit sind mein Anliegen zu übernehmen bzw. für sich den Auftrag sowie fachlich als auch kostendeckend als geeignet einsehen.

Der Vater wohnt und arbeitet in .... Ich wohne in ... und gehe meiner beruflichen Tätigkeit in ... nach. So wären auch Ihre wohnnahe "Zuständigkeit" auch geklärt.

Über eine Rückmeldung Ihrerseits wäre ich Ihnen sehr dankbar und verbleibe bis dahin

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

 

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