Sucht

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 


 

 




-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 10. Juli 2018 21:29
An: ...
Betreff: Anfrage

Sehr geehrter Herr Thiel,

auf der Suche nach einer Familien- bzw. Eheberatung bin ich eher zufällig auf Ihre Homepage gestoßen. Mein Mann und ich brauchen Hilfe, um wieder glücklich zu sein: jeder für sich und auch gemeinsam. Sie schreiben, dass es einen gewissen Spielraum bei den Kosten gibt. Ich nehme stark an, dass es einige Sitzungen brauchen wird. Mein Mann hat ein Alkoholproblem und verschließt sich ungemein, vor allem über Probleme kann er nicht reden und verdrängt alles, womit er sich sonst auseinandersetzen müsste. Ich bin wahrscheinlich in meiner Art zu dominant und tue ihm mit meiner ganzen Persönlichkeit nicht gut (nach 8 Jahren Beziehung und 3 kleinen Kindern eine recht späte Erkenntnis). Nun die Frage: Befassen Sie sich auch mit Suchtproblemen? Wonach werden die Kosten bemessen?

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 10. Juli 2018 22:14
An: '..
Betreff: AW: Anfrage



Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Als Systemiker können wir auch nur mit einem der beiden Partner erfolgreich arbeiten und der andere Partner, ohne dass er anwesend ist, wird wichtige Veränderungen bemerken, die ihn nicht unberührt werden lassen, denn wie Watzlawick so schön sagte: Man kann nicht nicht miteinander kommunizieren.

Das heißt also, wenn nur ein Partner sein Verhalten ändert, kommt auch der andere Partner nicht umhin darauf zu reagieren.

Von daher würde ich vorschlagen, dass Sie die erste Sitzung allein kommen. Ihr Partner kann es sich derweil zu Hause auf der Couch gemütlich machen und eine Flasche Bier trinken, um sein Suchtproblem zu stabilisieren (sogenannte paradoxe Intervention) vorausgesetzt, jemand kümmert sich in dieser Zeit an seiner Stelle um die Kinder, denn er wird nicht beides gut können, Bier trinken und Kinder hüten. Das hätte den Vorteil, dass Ihr Mann nicht in den Widerstand gehen muss, in dem er sich vermutlich schon seit Wochen, Monaten oder gar Jahren befindet. Als Systemiker arbeiten wir nie gegen den Widerstand, sondern beziehen diesen statt dessen liebevoll und wohlwollend ein, so dass der Widerstand früher oder später überflüssig wird, weil es dann nichts gibt, wofür der Widerstand noch sinnvoll wäre.

 

Zur Zeit ist es dagegen vermutlich so, dass Sie Ihren Mann mehr oder weniger offen drängen, dieses oder jenes zu verändern, inklusive der Aufforderung an ihn "über Probleme zu reden und sich mit allem, womit er sich sonst auseinandersetzen müsste" auseinanderzusetzen. Um so mehr Sie hier hier also zur Veränderung drängen, um so höher wird sein Widerstand, das heisst, es verändert sich nichts, im Gegenteil, durch den Widerstand wird alles noch mehr verfestigt, als es ohnehin schon ist.

Es gilt also auf Ihrer Seite, nachzugeben (der Klügere gibt nach), was aber nicht heißt, dass Sie alles hinnehmen, sondern was heißt, dass Sie Verantwortung für Ihr Leben und nicht für sein Leben übernehmen, also die Dinge tun, die getan werden müssen, damit es Ihnen, aber nicht ihm besser geht. Ihr Mann kann selber für sein Leben sorgen und wenn er dies nicht tun will, dann wird er seine Gründe haben (Bequemlichkeit, Faulheit, Wunsch nach Selbstbestrafung, etc. pp), dann muss man ihn lassen und sich vielleicht auch von ihm trennen, er kann dann seine Marotten allein ausleben oder die Chance einer Trennung für einen Neuanfang nutzen.

...

Eine Kostenübernahme durch das Jugendamt kann beantragt werden, wenn minderjährige Kinder von der Problemlage betroffen sind, Musterantrag anbei.




Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel



 


 

 

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 15. Juni 2018 15:35
An: i...
Betreff: Familientherapie

Sehr geehrter Herr Thiel,

aktuell bin ich auf der Suche nach einem Familentherapeuten/- berater.

Ich (..., 26) bin jetzt seit knapp 3 Jahren in therapeutischer Behandlung (Verhaltenstherapie) und möchte die Beziehung/ Kommunikation zu meinen Eltern wieder herstellen bzw. verbessern.

Mein Vater ist seit vielen Jahren Alkoholiker und war in der Vergangenheit schon in teilstationärer Behandlung aufgrund von Depressionen. Meine Mutter ist nicht in Behandlung leidet jedoch auch unter einem hohen Leidensdruck.

Meine Schwester (35) und ich haben den Wunsch die Beziehung zu meinen Eltern wieder zu verbessern, mussten jedoch feststellen, dass wir das ohne Hilfe nicht schaffen. Gerne würden wir eine durch die Krankenkasse finanzierte Therapieform in Anspruch nehmen.

Ich würde mich sehr freuen, wenn sie mich einmal anrufen: ... (grundsätzlich bin ich zu jeder Tageszeit erreichbar)

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und freue mich auf Ihre Rückmeldung.

...

 

 

 

 

 

 

Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.


Zur Zeit hätte mein Kollege freie Termine, falls das für Sie in Frage käme.

Ich habe meinen Kollegen gebeten, sich mit Ihnen wegen einer möglichen Terminvereinbarung in Verbindung zu setzen.


Die Stunde kostet bei uns 80,00 €.

Falls Sie eine aufsuchende Beratung - also bei Ihnen zu Hause - wünschen, können wir dies im Einzelfall ermöglichen. Hier würde eine zusätzliche An- und Abfahrtpauschale entstehen, über dessen Höhe sich mein Kollege mit Ihnen verständigen würde.


Die Krankenkasse finanziert nur auf Einzelpersonen bezogene "Psychotherapie", aber so was suchen Sie ja gerade nicht. Von daher wäre eine private Finanzierung empfehlenswert.

Bei vier beteiligten Personen könnte jede Person einen Anteil von 20,00 € je Stunde übernehmen, dann wäre der Stundensatz von 80,00 finanziert. Das wird sicher auch bei ihnen möglich sein.



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 

 


 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 25. Januar 2018 22:55
An: ...
Betreff: Information

Guten Abend, Herr Thiel.

Aufgrund meiner familiären Situation benötige ich dringend ein Gespräch mit Ihnen. Eine E-Mail ist sicherlich kein geeignetes Medium um meine Situation hinreichend zu beschreiben. Aber so wie es im Augenblick läuft, ist es kein haltbarer Zustand mehr. Leider zunehmend erlebt meine 10-jährige Tochter die Streits zwischen mir und meiner Frau. Zur Bewältigung ihrer Probleme greift meine Frau immer häufiger zum Alkohol. Sie geht nicht Arbeiten und verbringt stellenweise mehrere Tage hintereinander im Bett und macht einfach nichts. Ich empfinde es so, als würde sie in ihrem Frust praktisch „baden“.

Ich gebe zu, dass mich die Situation zum Teil emotional sehr mitnimmt und anfängt, zu überfordern. Freunde haben mir geraten, mir Hilfe zu suchen. Es wäre daher schön, wenn Sie sich der Sache annehmen wollen.

Ebenso nett wäre es, wenn Sie mir zunächst auf diesem Weg oder über mein Mobiltelefon antworten würden. Ich danke Ihnen!

Freundliche Grüße

...

 


 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 25. Januar 2018 12:49
An: ...
Betreff: Anfrage

Guten Tag,

meine Familie befindet sich im Moment in einer sehr schwierigen Situation.

Wir sind verheiratet und haben zwei kleine Kinder (3 und 5).

Eine große Thematik ist das Alkoholproblem meines Ehemannes das nun leider eskaliert ist.

Wir werden vorerst räumlich getrennt sein, möchten aber die Ehe noch nicht aufgeben.

Vielleich können wir/ ich bei Ihnen Rat finden.

Über eine Antwort würde ich mich freuen.

 

Grüße, ...

 

 

 


 

 

 




-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Mittwoch, 24. Januar 2018 09:37
An: ...
Betreff: Familientherapie

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin über das Internet auf Sie aufmerksam geworden und wende mich an Sie zwecks einer Familientherapie.

 

Ich bin 45 Jahre alt meine Frau ist 41 Jahre alt. Wir haben insgesamt 3 Kinder, das jüngste ist 10 Jahre alt.

 

Wie sind seit 18 Jahren verheiratet.

Leider komme ich nicht mehr weiter bei meiner Frau bezüglich Ihres Alkohol Problems. Ich denke wir brauchen fremde Hilfe. Vielleicht liegt es auch an mir. Wie gesagt, ich denke wir brauchen Hilfe durch jemanden unabhängigen.

Bitte kontaktieren Sie mich, falls möglich, per Mail oder meine Handy nr.: ...

 

 

 

 


 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 9. Januar 2018 13:39
An: ...
Betreff: Spielsucht

Sehr geehrte Damen und Herren,
Der erwachsene Sohn (25 Jahre) ... meines Mannes lebt in ...in seiner eigenen Wohnung. Nach dem Abitur, dass er äußerst erfolgreich abgeschlossen hat, hat er sein Leben nicht in den Griff bekommen. Nach mehreren erfolglosen/halbherzigen Studienversuchen sitzt er nun tatenlos und erwerbslos in seiner Wohnung und zockt Killerspiele und hat sonst kaum soziale Kontakte.
Nachdem er keiner sinnvollen Beschäftigung nachgeht wurden die Unterhaltszahlung unsererseits eingestellt. Seine Mutter zahlt ihm die Wohnung und ontop ein kleines Taschengeld mit dem er sich über Wasser hält.
An Weihnachten erzählte er uns von seinem Twitch Account , dort kann man ihm beim Spielen zusehen. Gestern haben wir uns seinen Benutzernamen mehr oder wenig erzwungen und sind geschockt über die Spiele und seiner handlungstaten.
Gerade im Hinblick auf die gegenwärtige Situation sind wir sehr verunsichert und hilflos. Da sein Lebensinhalt diese Spiele und der Pc sind, befürchten wir die totale Verrohung ... s und haben auch Angst vor amokattentaten etc.
Was gibt es denn für uns als „Eltern“ für Möglichkeiten aus diesem Teufelskreis rauszukommen.

Über ein persönliches Gespräch würde ich mich sehr freuen Telefonnummer ... oder ....

freundlichen Grüßen

...

 

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 9. Januar 2018 15:01
An: ...
Betreff: AW: Spielsucht


Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Da es durchaus nicht unwahrscheinlich ist, dass sozial isolierte Jugendliche oder junge Erwachsene, insbesondere auch männlichen Geschlechts, zu autoaggressiven oder nach außen gerichteten gewalttätigen Ausbrüchen neigen, empfehle ich Ihnen hier die Kontaktaufnahme mit dem sozialpsychiatrischen Dienst des Landkreises, die verpflichtet sind, sich über etwaige Gefährdungen ein Bild zu verschaffen und gegebenenfalls auch geeignete Maßnahmen einzuleiten, die dem entgegenwirken.

Zudem frage ich mich, ob es sinnvoll ist, wenn die Mutter des jungen Mannes diese mit Geld für Wohnraum und sonstige Ausgaben versorgt, da wird er ja nie erwachsen werden. Der junge Mann kann arbeiten gehen und sich seinen Lebensunterhalt selber verdienen, das nützt auch seiner persönlichen Entwcklung, wenn er mal das Leben außerhalb von Schule und Uni kennenlernt. Und wenn er dafür eine Vermittlung braucht, kann er sich an das Jobcenter wenden.

Was ist denn das für eine unangemessene Anspruchshaltung, dass er sich von seiner Mutter aushalten lässt.


Unabhängig davon ist es sicher für Sie und Ihren Mann als Bezugspersonen, gegebenenfalls auch die Mutter des Sohnes sinnvoll, sich mit einem Berater zu verständigen. Oft ergeben sich im persönlichen Gespräch nützliche Zugänge zur Lösung von Problemen.

...



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 

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