Schockstarre

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 




-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Mittwoch, 23. Juni 2021 09:44
An: ...
Betreff: Vater gestorben

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am 14.6. ist mein Exmann und damit der Vater meines 15-jährigen Kindes gestorben. Er war 53 Jahre alt und starb laut Obduktionsergebnis einen ...tod.

Es traf uns ganz plötzlich, völlig unerwartet und ich verweile gerade in einer Schockstarre, weine viel - aus Sorge um mein Kind.

... dagegen, weinte nur am Tag der Mitteilung, und ist nun sehr gefasst, wirkt nicht besonders traurig. Er meinte selbst:“ Ich weiß nicht, warum ich nicht weinen kann.“ Dagegen holte er aus der Wohnung seines Vater alles mögliche raus, von Anziehsachen über Toilettenartikel, sein Parfum, Kaffeetassen - er will alles bei sich haben.

Meine größte Sorge ist im Moment, dass er sich zu wenig Zeit zum trauern lässt und das Trauma unzureichend verarbeitet, es vielleicht verdrängt und dann später darunter leidet.

Ich hätte gerne von Ihrer Seite eine Beratung, wie ich denn ... stützen kann. Ich möchte einfach nichts versäumen oder falsch machen.

Soll ich ihn wieder in die Schule schicken, wäre z.B. eine Frage, die ich gerne mit Ihnen besprechen würde.

Ich freue mich über eine Nachricht oder einen Anruf von Ihnen!

Mit freundlichen Grüßen,

...

 





-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Mittwoch, 23. Juni 2021 11:52
An: ...
Betreff: AW: Vater gestorben


Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Jede/r hat eine andere Strategie mit dem Tod, hier auch mit einem völlig unerwarteten Tod eines nahen Angehörigen, hier der Vater, umzugehen.

Daher ist, bei aller Tragik des Geschehens, ihr Sohn nicht in Gefahr.

Das wichtigste scheint mir in solchen Fällen, als Elternteil selbst gut für sich zu sorgen, dem Sohn nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig Aufmerksamkeit entgegenzubringen.


Wegen der Schule fragen Sie ihn am besten erst einmal selbst, wie er dazu steht.

Gerne dann weitere Nachricht an mich.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel
 

 

 

 

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