Psychiatrie

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 

 

 

 

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 13. Februar 2020 13:13
An: ...
Betreff: Familientherapie

Guten Tag Herr Thiel..

Es ist sehr viel vorgefallen, ich weiß nicht wie ich das alles in einer Mail zusammen fassen soll aber versuche es trotzdem mal. Meine Eltern haben durchaus vieles richtig gemacht, trotzdem war meine Kindheit geprägt von Gewalt physischer wie psychischer Art. Wenn ich nicht so funktionierte wie insbesondere mein Vater es haben wollte wurde ich geschlagen und aggressiv eingeschüchtert.

Seit dem Grundschulalter hatte ich große Angst vor meinem Vater und kein Vertrauen in meine Mutter da von ihr kein Schutz zu erwarten war, ich erinnere mich an 1x, dass sie ihm sogar geholfen hat. Nach außen musste immer alles perfekt sein, ich hatte gefälligst dankbar zu sein und durfte nicht ich selbst sein, sonst war ich ein Störfaktor. Es gab keine authentische Beziehung. Als ich im Alter zwischen 12 und 13 anfing mich gegen ihn verbal wie physisch zu wehren und von Zuhause abhaute, wurde ich für 10 Monate als verhaltensauffällig in die Psychiatrie eingewiesen und dort mit Risperdal ruhig gestellt. Es folgte ein Heimaufenthalt der nicht minder traumatisierend war. Letztlich hat keiner der Fachkräfte mich gehört und ernst genommen wenn ich sagte was Zuhause geschieht, was mein Vertrauen in Menschen bis heute sehr stört. Es ist noch weit mehr passiert aber das würde nun hier glaube ich den Rahmen sprengen.

Seit iniger Zeit befinde ich mich in Psychotherapie mit Depression, Borderline und komplexer PTBS, ich bin 32 Jahre alt und erwerbsunfähig.

Mein Vater hat selber Depressionen wobei ich persönlich nicht glaube, dass dies sein einziges Problem ist. Er ist unfähig, Empathie zu empfinden wenn er sich dafür eingestehen müsste Dinge getan zu haben, die ihn in irgendeiner Weise nicht gut dastehen lassen. Da hat es bisher noch immer aufgehört. Er redet sich selbst ein, immer nur das beste für mich gewollt zu haben. Sein Ansehen hat oberste Priorität, das war ihm immer wichtiger als einen echten Kontakt aufzubauen und ich bezweifele, dass er dies zumindest im stillen für sich selbst reflektiert.

Trotzdem möchte er Kontakt zu mir haben. Ich hätte es die letzten Jahre nicht ertragen, mich nochmal der Situation auszusetzen, dass er alles leugnet und verharmlost wie er es auch vor seiner Lebensgefährtin tut, die mir nicht glaubt was passiert ist, die meint, dass alles nur in meiner Fantasie passiert wäre und mich versucht über Schuldgefühle zu manipulieren.

Mittlerweile erwarte ich von diesen Menschen nichts mehr und gebe mich keiner Illusion mehr hin. Gern würde ich aber in einem geschütztem Rahmen versuchen auszusprechen, was all das mit mir gemacht hat und meinem Vater begreiflich zu machen, dass keine Beziehung möglich ist wenn er sich nicht damit auseinandersetzen möchte. Wenn er dies dann doch tut, steht von meiner Seite einem Kontakt nichts im Wege, mein Wunsch ist es aber vor allem endlich einen Abschluss finden zu können weil ich realistisch betrachtet nicht davon ausgehe.

Wäre es für Sie möglich, mich hierbei zu unterstützen? Mein Vater hat zugesichert, die Kosten zu übernehmen.

Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen.


Lieben Gruß

...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 26. Juli 2019 14:16
An: ...
Betreff: Informationsanfrage / Beratungstermin

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Beratungsstelle „profamilia“ hat mich an Sie verwiesen als Beratungsstelle für folgenden Sachverhalt:

Meine Frau hat mich kürzlich darüber in Kenntnis gesetzt, dass Sie sich von mir scheiden lassen möchte.

Dieser Scheidung ging eine lange psychische Krankheit meiner Frau (ausgelöst durch Situationen vor unserer gemeinsamen Zeit) voraus, die Reibungen zwischen uns verursacht hat und die letztendlich in einem mehrmonatigen Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik mündete. Nach ihrer Rückkehr aus der Klinik kam nun der Wunsch Ihrerseits nach der Trennung auf. Die Entscheidung hat mich schwer getroffen, da ich große Hoffnung in professionelle Hilfe der Klinik gesetzt hatte und stark daran glaubte dies für einen Aufschwung nutzen zu können. Eine derart nachhaltige Entscheidung in der Krise (1/4-jähriger Psychatrieaufenthalt, in dem Sie sich nahezu vollständig von allen Personen ihres persönl. Umfeldes abkapselte) zu treffen halte ich persönlich nicht für richtig, aber ihr Entschluss ist unumstößlich und sie zeigt sich diesbezüglich nicht gesprächsbereit.

Unser beider Wunsch ist es die Scheidung dennoch geordnet und einvernehmlich abzuwickeln, da unser weiteres Leben schon allein durch unsere beiden Kinder sehr viele Parallelen haben wird und wir fair miteinander umgehen möchten.

Wir planen uns gemeinsam einen Anwalt an unserem Wohnort ... zu suchen um dort die notwendigen Schritte in die Wege zu leiten.

Nichtsdestotrotz wollte ich mich bei Ihnen erkundigen, welche Schritte ihrer Meinung nach die richtigen wären und ob Sie eine Empfehlung für uns haben.

• Ist der gemeinsame Gang zum Fachanwalt für Familienrecht der richtige oder muss sich jeder zwingend einen eigenen Anwalt suchen

• oder gibt es spezielle Anwälte mit Mediationsschwerpunkt, wenn man einen einvernehmliche Lösung finden möchte,

• welche Informationen müssen wir für den Termin beistellen / vorbereiten,

• welche Sorgerechtlichen Modelle sind möglich/haben sich bewährt/ sind gut für die Kinder,

• welche Gedanken/Entscheidungen/Vorlieben zum Thema „wie soll es nach der Scheidung weitergehen“ müssen wir Eheleute uns ggf. vorab überlegen,

• was wäre eigentlich der rechtliche Rahmen

• usw.



Bin ich da bei Ihnen an der richtigen Adresse?

• Falls ja: kann ich bei Ihnen einen Gesprächstermin (telefonisch oder persönlich) vereinbaren / welche Zeiten könnten Sie mir anbieten?

• Falls nein: können Sie mir eine Beratungsstelle empfehlen?



Vielen Dank vorab für Ihre Zeit und Hilfe

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 3. Januar 2019 13:13
An: ...
Betreff: Bitte dringend um Hilfe

Hallo Herr Thiel,

Ich wende mich an Sie, weil die Situation unserer Ehe in einem Sturm steht. Ich habe zu lange und zu oft die Zeichen nicht erkannt oder nicht sehen wollen. Ich habe mir etwas vorgemacht und gehofft, das der Schmerz den ich durch mein Handeln verursacht habe sich wieder legt. Meine Frau leidet sehr, aber ich habe mich hinter meiner Krankheit und den Medikamenten versteckt.

Kurz zu mir : ich leide unter Depressionen, emotionaler Instabilität und posttraumatischen Belastungsstörung aus der Kindheit. In den letzten 4 Jahren war ich 3 mal stationär in einer Klinik und einmal wegen suizid Gefahr in einer geschlossenen. Leider hat man mich immer wieder mit vielen Medikamenten ruhig gestellt die Behandlung blieb auf der Strecke. Heute gehe ich zu einer Psychatrischen Ambulanz und zusätzlich zu einer Psychiaterin.

In der ganzen Zeit hat meine Frau zu mir gestanden und mich unterstützt. Dabei ist Sie in vielerlei Hinsicht auf der Strecke geblieben. Vieles ist unausgesprochen und haben sich in ihrer Seele festgesetzt. Das schlimmste aber ist das ich meine Frau betrogen habe durch heimliche Pornographie. Mehrmals hat sie mich erwischt und immer wieder hat sie versucht mir neu zu vertrauen. Die körperliche Distanz wurde immer größer und wir haben seit langer Zeit kein Sex mehr. Dazu kommen all die unausgesprochenen Gedanken und Schmerzen die durch mein Treuloses Handeln auf ihrer Seele lasten.

Ich bin bereit ihr zuzuhören und ihr den Raum zu geben, um Dinge offen anzusprechen. Mit ihrer Hilfe und Begleitung können wir weitergehen.

Ich würde mich sehr freuen über die Möglichkeit eines ersten Termins.


Mit freundlichem Gruß

...

 

 

 

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