Porno

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 

 

 

 

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 3. Januar 2019 13:13
An: ...
Betreff: Bitte dringend um Hilfe

Hallo Herr Thiel,

Ich wende mich an Sie, weil die Situation unserer Ehe in einem Sturm steht. Ich habe zu lange und zu oft die Zeichen nicht erkannt oder nicht sehen wollen. Ich habe mir etwas vorgemacht und gehofft, das der Schmerz den ich durch mein Handeln verursacht habe sich wieder legt. Meine Frau leidet sehr, aber ich habe mich hinter meiner Krankheit und den Medikamenten versteckt.

Kurz zu mir : ich leide unter Depressionen, emotionaler Instabilität und posttraumatischen Belastungsstörung aus der Kindheit. In den letzten 4 Jahren war ich 3 mal stationär in einer Klinik und einmal wegen suizit Gefahr in einer geschlossenen. Leider hat man mich immer wieder mit vielen Medikamenten ruhig gestellt die Behandlung blieb auf der Strecke. Heute gehe ich zu einer Psychatrischen Ambulanz und zusätzlich zu einer Psychiaterin.

In der ganzen Zeit hat meine Frau zu mir gestanden und mich unterstützt. Dabei ist Sie in vielerlei Hinsicht auf der Strecke geblieben. Vieles ist unausgesprochen und haben sich in ihrer Seele festgesetzt. Das schlimmste aber ist das ich meine Frau betrogen habe durch heimliche Pornographie. Mehrmals hat sie mich erwischt und immer wieder hat sie versucht mir neu zu vertrauen. Die körperliche Distanz wurde immer größer und wir haben seit langer Zeit kein Sex mehr. Dazu kommen all die unausgesprochenen Gedanken und Schmerzen die durch mein Treuloses Handeln auf ihrer Seele lasten.

Ich bin bereit ihr zuzuhören und ihr den Raum zu geben, um Dinge offen anzusprechen. Mit ihrer Hilfe und Begleitung können wir weitergehen.

Ich würde mich sehr freuen über die Möglichkeit eines ersten Termins.


Mit freundlichem Gruß

...

 

 

 

 

 

 


 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 17. Dezember 2018 22:43
An: ...
Betreff: ...

Guten Tag Herr Thiel,

mein Konsum an Pornografie hat unnormale Ausmaße angenommen und belastet meine sonst sehr glücklich Ehe.

Ich brauche professionelle Hilfe, um von der Sucht weg zu kommen. Haben Sie hier Erfahrung?

Ich bin 50 Jahre alt und wohne in ... .

...

 

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 4. Februar 2018 14:33
An: ...
Betreff: Probleme in der Ehe


Hallo Herr Thiel,

Ich habe seit einiger Zeit Probleme in der Ehe. Ich bin inzwischen 24 Jahre verheiratet. Unsere Ehe verlief glücklich und überwiegend harmonisch. Klar, es gab immer wieder mal Probleme, die aber einfach zu einer Beziehung dazu gehören. Die Menschen sind nun mal einzigartig und verschieden. Seit ein paar Jahren habe ich meinen Mann wiederholt bei der Selbstbefriedung überrascht. Ich war jedes Mal sehr verletzt und traurig. Wir haben auch noch regelmäßig Verkehr. Nun sah ich unseren Verkehr nicht mehr als Liebesbeweis von seiner Seite sondern als Triebabbau. Wir sprachen darüber und er wiederholte immer wieder, dass es nichts mit mir zu tun hätte.

Es war ihm unangehm und es fiel ihm schwer darüber zu sprechen. Er wollte sich auch nicht darüber äußern wie oft? wann?....es vorkam. Nun habe ich natürlich wilde Fantasien, wie mein Mann, wenn er alleine zu Hause oder alleine unterwegs seinen Sexualtrieb auslebt. Er versprach, es nicht wieder zu tun.Ich wusste aber, er wird sein Versprechen nicht halten können. Hinzukam, dass ich wiederholt am Computer bemerkte, dass er sich Pornos ansah und vermutete nun, dass er sich dabei dann befriedigte. Kurz vor Weihnachten kam ich nach Hause und überrascht ihn beim Pornogucken und bei der Selbstbefriedigung. Wir sprachen erneut darüber......kamen aber zu keinem Ergebnis. Er sagt es hat nichts mit mir zu tun und ich war erneut verletzt, traurig, enttäuscht und gedemütigt.

Seitdem kann ich nicht mehr unbelastet auf meinen Mann zugehen. Ich mag mich nicht mehr vor ihm ausziehen, weil ich denke, dass er mich mit den Frauen aus den Pornos vergleicht und da habe ich absolut keine Chance mehr........Ich bin 57 Jahre. Wir hatten seitdem auch keinen Verkehr mehr. Nun weiß ich nicht wie ich damit umgehen soll. Ich war mehrere Jahre wegen Burnout in ambulanter Therapie und weiß inzwischen, dass ich etwas ändern muss, um klar zu kommen; sei es an meinem Verhalten oder an der Situation. Denn andere Menschen kann ich nicht ändern.

Was kann ich tun????

Mit freundlichem Gruß

...

 

 

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 4. Februar 2018 21:21
An: ...
Betreff: AW: Probleme in der Ehe

Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre vielschichtige Anfrage.

Wie immer in Beziehungen gibt es ein Ich, ein Du und ein Wir, die sich in ständiger Wechselbeziehung und auch Veränderung befinden.

Nun ist aber offenbar so, dass Ihr Ich nicht mehr das Glück vergangener Zeiten spürt. Auch das mögliche Glück der Gegenwart will sich wohl nicht einstellen, es bleibt Unzufriedenheit.

Unzufriedenheit kann der Motor der Veränderung, des Ich, des Du und des Wir sein, wenn wir denn die Veränderung zulassen. Wenn nicht, dann stellt sich Stagnation ein, womöglich verbunden mit Selbstbefriedigung, sei es durch exzessives Masturbieren oder durch Sahnetorte und Schokolade im Übermaß, beides nimmt sich nicht viel.

Selbstbefriedigung - gleich welcher Art - soll Leere, Langeweile und Unzufriedenheit kompensieren. Natürlich klappt das nicht so richtig, denn es sind nur Ersatzhandlungen, Surrogate.

Wenn die Leute abends im Fernsehen Tatort oder eine Quizsendung gucken, ist das nicht selten auch eine Art Selbstbefriedigung, in so fern nichts ungewöhnliches. Manche Leute sprechen auch mit sich selber, weil sie niemanden haben, der mit ihnen spricht.

In einem gewissen Umfang gehört Selbstbefriedigung - in diesem erweiterten Sinne verstanden - zum Leben dazu, da nicht immer ein anderer Mensch oder andere Menschen für die aktuellen eigenen Bedürfnisse zur Verfügung stehen

Problematisch wird es erst dann, wenn Selbstbefriedigung das Leben dominiert.


Was können Sie tun, das ist eine gute Frage.

Ich denke ein erster gemeinsamer Termin von Ihnen und Ihrem Mann bei einem geeigneten Berater/Beraterin wäre sicher nützlich, um den Fluss wieder in Bewegung zu kriegen.




Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

Praxis für Lösungsorientierte Arbeit

 

 

 

 

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