Paartherapie

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 






-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...

Gesendet: Freitag, 31. August 2018 11:51
An: ...
Betreff: Anfrage

Hallo und guten Tag

Mein Name ist ... ich bin 43 Jahre alt, bin verheiratet und wir haben ein Tochter von 6 Jahren In unserer Ehe kriselt es und ich möchte EVENTUELL mal einen Termin und mit meinem Mann bei ihnen vorbei kommen.

Dazu habe ich zwei Fragen;

1. Was ist der Unterschied zwischen Mediation und Paartherapie?

2. Wenn mein Mann und ich die Entscheidung treffen ein Gespräch bei ihnen zu führen; habe ich es dann richtig gelesen das die Stunde 60€ kostet und in welchem zusammenhang können wir uns da an die Krankenkasse wenden?


Vielen Dank im voraus

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 31. August 2018 16:34
An: ...
Betreff: AW: Anfrage

Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Eine Mediation ist eher ein vermittelndes Gespräch im Beisein eines neutralen Dritten (Mediator). Bei einer Mediation guckt man sozusagen nicht hinter die Kulissen, das kann manchmal gut und richtig sein, so wie auf einem Markt beim Verhandeln zwischen einem Käufer und einem Verkäufer ja auch nicht hinter die Kulissen geguckt wird, sondern bestenfalls ob das Preis-Leistungsverhältnis für die Ware stimmt.

Bei einer Paartherapie kann man auch hinter die Kulissen gucken, der Paartherapeut unterstützt dabei und kann auch aus eigenständig ins Geschehen eingreifen, so lange das nicht mit dem Arbeitsauftrag der Klienten kollidiert. Wir sind systemisch orientiert, behalten also - so gut es geht - alles im Blick, was für die Lösung eines Konfliktes wichtig sein könnte.

...

Die Krankenkasse übernimmt in der Regel keine Kosten für Mediation oder Paartherapie, sondern nur die Kosten im Fall von "psychischen Erkrankungen", ich hoffe Sie und Ihr Mann sind von solchen fürchterlichen Leiden verschont, wenn nicht, können sie sich an einen Psychotherapeuten wenden, der über Krankenkasse abrechnet.

...



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 

 


 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 3. August 2018 19:03
An: ...
Betreff: Paartherapie

Sehr geehrter Herr Thiel.

Einzusehen, dass man eine Krise nicht alleine schafft und sich für außenstehende Hilfe zu entscheiden ist sehr schwer, den Schritt dann wirklich auch zu tun und Kontakt mit so einer Hilfestelle aufzunehmen noch ein bisschen mehr.

Mein Verlobter und ich befinden uns grob gesagt eigentlich seit Beginn an in so einer Krise.Natürlich nicht nur, sonst wären wir 4 Jahre später nicht verlobt und Eltern einer kleinen Tochter. Jedoch hat die ... unserer Tochter ... unsere Beziehung so sehr belastet, dass eine Trennung unausweichlich scheint.

Ich sage ihm ständig, dass er eine Therapie machen muss, da ich eine Art Schizophrenie bei ihm vermute. Ich möchte allerdings lieber eine Paartherapie versuchen, damit er überhaupt mal ok Bewegung kommt.

Dazu würde ich gerne einen Termin mit Ihnen aus machen. Haben Sie lange Wartezeiten?

Gerne gebe ich Ihnen vorab mehr Informationen aus meiner Sicht.

Vielleicht sagen Sie aber auch, dass wir bei jemand anderem besser aufgehoben wären.

Ich freue mich sehr über eine Antwort und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

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-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Samstag, 4. August 2018 14:25
An: ...
Betreff: AW: Paartherapie

Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Männer sind sensibler als man denkt. Das Wort "Therapie" erschreckt Männer häufig mehr als ein Steinschlag. Von daher sollte mal also das Wort Therapie möglichst vermeiden, der Mann denkt sonst, andere würden denken, er wäre krank. Denn nur wenn man krank ist, besteht nach der landläufigen Definition ein Therapiebedarf.

Männer sind aber grundsätzlich nicht krank, zumindest nicht im Koppe, wie der Berliner sagt. Von daher könnte man eigentlich die Hälfte aller Krankenkassenbeiträge einsparen. Mein Vorschlag: Männer brauchen keine Krankenkassenbeiträge zahlen, da sie ja nicht krank werden. Sind sie ausnahmsweise doch einmal krank, tritt automatisch der Katastrophenfond der Bundesregierung in Aktion, so wie jetzt in diesem heißen Sommer, wo die Bauern wegen der Dürre Sonderzahlungen von der Bundesregierung erhalten.

Wir wollen uns daher also auf das Wort "Beratung" einigen. Das kennt Ihr Mannn sicher vom Autohaus oder dem Mediamarkt und kann damit einigermaßen umgehen, noch dazu wenn es sich - so wie hier - um einen männlichen Berater handelt.

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Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

...

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 29. Januar 2018 13:27
An: ...
Betreff:

Guten Tag Hr. Thiel,

Ja, wie fange ich ... mein Mann und ich streiten uns des öfteren. Wir haben zwei kleine Kinder (4 Monate und 22 Monate).

Ich bin zu dem Entschluss gekommen ob es nicht besser wäre sich zu trennen. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Allerdings weiß ich nicht, wie ich das mit 600€ Elterngeld schaffen soll - eine Wohnung finanzieren und den Lebensunterhalt. Derzeit wohnen wir gemeinsam in unserem Haus. Mein Mann hat im Grundbuch mehr Anteile als ich.

Am liebsten wäre mir eine paartherapie, aber ich denke mein Mann ist dazu nicht bereit.

Und so weiter machen wie bisher kann ich nicht mehr, auch wenn es nicht das ist was ich mir wünsche.

Was kann ich als nächste tun?

Liebe Grüße ...

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 29. Januar 2018 14:55
An: ...
Betreff: AW: paartherapie


Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.


Es ist nicht selten so, dass Männer vor dem Wort "Paartherapie" erschrecken, weil sie denken, da sollen sie umtherapiert oder umerzogen werden.

Zudem haben Männer oft Angst vor Nähe und das Wort "Paar" erschreckt sie daher eher als das es zusammenführt.

Kurz gesagt, Männer sind einsame Wölfe, die keine Hilfe brauchen, außer die vom Lokomotivführer, wenn sie sich nach einer Trennung auf die Gleise stellen, um die für sich einzig denkbare Lösung herzustellen.

Daher empfehle ich eher den Begriff "Beratung" zu verwenden, das kennen Männer vom Elektronikmarkt oder Autohaus und fühlen sich daher sicherer.


Bei einer Trennung wäre Ihr Mann erst mal zum Ehegattenunterhalt verpflichtet, wenn er ausreichend verdient.

Je nachdem wie sie sich dann die Betreuung der Kinder aufteilen würden, käme eventuell noch Kindesunterhalt dazu, wenn Ihr Mann sich nicht hälftig oder mehr an der Betreuung der Kinder beteiligen will.


Gleichwohl ist eine Trennung vielleicht vermeidbar und selbst im Fall einer Trennung gibt es verschiedene Wege, sich zu trennen, den einen nennt man Rosenkrieg, den anderen "Weg des Wandels". So oder so kann ein Beratungstermin hilfreich sein.


...

 


Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

Praxis für Lösungsorientierte Arbeit

 

 

 

 

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