Muttersohn

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 



 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 9. Januar 2018 13:39
An: ...
Betreff: Spielsucht

Sehr geehrte Damen und Herren,
Der erwachsene Sohn (25 Jahre) ... meines Mannes lebt in ...in seiner eigenen Wohnung. Nach dem Abitur, dass er äußerst erfolgreich abgeschlossen hat, hat er sein Leben nicht in den Griff bekommen. Nach mehreren erfolglosen/halbherzigen Studienversuchen sitzt er nun tatenlos und erwerbslos in seiner Wohnung und zockt Killerspiele und hat sonst kaum soziale Kontakte.
Nachdem er keiner sinnvollen Beschäftigung nachgeht wurden die Unterhaltszahlung unsererseits eingestellt. Seine Mutter zahlt ihm die Wohnung und ontop ein kleines Taschengeld mit dem er sich über Wasser hält.
An Weihnachten erzählte er uns von seinem Twitch Account , dort kann man ihm beim Spielen zusehen. Gestern haben wir uns seinen Benutzernamen mehr oder wenig erzwungen und sind geschockt über die Spiele und seiner handlungstaten.
Gerade im Hinblick auf die gegenwärtige Situation sind wir sehr verunsichert und hilflos. Da sein Lebensinhalt diese Spiele und der Pc sind, befürchten wir die totale Verrohung ... s und haben auch Angst vor amokattentaten etc.
Was gibt es denn für uns als „Eltern“ für Möglichkeiten aus diesem Teufelskreis rauszukommen.

Über ein persönliches Gespräch würde ich mich sehr freuen Telefonnummer ... oder ....

freundlichen Grüßen

...

 

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 9. Januar 2018 15:01
An: ...
Betreff: AW: Spielsucht


Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Da es durchaus nicht unwahrscheinlich ist, dass sozial isolierte Jugendliche oder junge Erwachsene, insbesondere auch männlichen Geschlechts, zu autoaggressiven oder nach außen gerichteten gewalttätigen Ausbrüchen neigen, empfehle ich Ihnen hier die Kontaktaufnahme mit dem sozialpsychiatrischen Dienst des Landkreises, die verpflichtet sind, sich über etwaige Gefährdungen ein Bild zu verschaffen und gegebenenfalls auch geeignete Maßnahmen einzuleiten, die dem entgegenwirken.

Zudem frage ich mich, ob es sinnvoll ist, wenn die Mutter des jungen Mannes diese mit Geld für Wohnraum und sonstige Ausgaben versorgt, da wird er ja nie erwachsen werden. Der junge Mann kann arbeiten gehen und sich seinen Lebensunterhalt selber verdienen, das nützt auch seiner persönlichen Entwcklung, wenn er mal das Leben außerhalb von Schule und Uni kennenlernt. Und wenn er dafür eine Vermittlung braucht, kann er sich an das Jobcenter wenden.

Was ist denn das für eine unangemessene Anspruchshaltung, dass er sich von seiner Mutter aushalten lässt.


Unabhängig davon ist es sicher für Sie und Ihren Mann als Bezugspersonen, gegebenenfalls auch die Mutter des Sohnes sinnvoll, sich mit einem Berater zu verständigen. Oft ergeben sich im persönlichen Gespräch nützliche Zugänge zur Lösung von Problemen.

...



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

Praxis für Lösungsorientierte Arbeit

 

 

 


 

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 8. Januar 2018 19:28
An: ...
Betreff: Sohn leidet an Depressionen

Sehr geehrter Herr Thiel,

diese mail sende ich Ihnen zu, weil ich für mich Hilfe brauche. Mein Sohn, 27 Jahre, lebt aber noch zu Hause, leidet an Depressionen. Nach dem er im Jahre 2017 für 2 Monate in psychiatrischer Behandlung war, auch Medikamente nimmt, ist er nur zu Hause. Er hat keinen strukturierten Tagesablauf, liegt (meist) den ganzen Tag im Bett, schläft viel, spielt aber auch am Computer. Jetzt hat er die Chance ein Bundesfreiwilligen Jahr zu machen. Er ist am 02.01.2018 angefangen, hat sich am 03.01.2018 Krank schreiben lassen (Magen/Darm), sollte heute (08.01.) wieder zur Arbeit . Er ist auch hingefahren, ist aber am frühen Vormittag wieder zu Hause gewesen, mit einer Krankmeldung in der Hand.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Er redet nicht mit mir, weiß daher nicht, ob was vorgefallen ist, deshalb fällt es mir immer schwerer mit seiner Krankheit umzugehen. Auskunft bekommt man ja auch nicht, weil er ja vom Alter her Erwachsen ist. Ich merke nur, dass ich mich davon runter ziehen lasse, das darf nicht sein. Was kann ich tun? Gibt es für so eine Situation Hilfe? Erwachsener Sohn, Mutter, Ehemann (nicht der Vater des Kindes). Ihre Adresse habe ich im Internet gefunden. Gibt es für solche Situationen überhaupt Termine? Oder was? Wäre schön, wenn Sie mir antworten würden. Vielen Dank für die Bemühungen.

Freundliche Grüße

...

 

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 9. Januar 2018 15:00
An: ...
Betreff: AW: Sohn leidet an Depressionen


Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Entschuldigen Sie meine direkten Worte, woher wollen Sie wissen, dass Ihr Sohn an Depressionen "leidet". Hat er Ihnen mitgeteilt, dass er "leidet" oder denken Sie, er "leidet".

Wenn er leiden würde, wäre er entweder Jesus Christus, der sich zum Wohle der Menschen freiwillig hat ans Kreuz nageln lassen, oder ihr Sohn würde nach Wegen suchen, um aus dem Leid herauszukommen. Er ist jetzt 27 Jahre alt, wie viele Jahre will er noch im Zustand der Aphathie und des Computer spielens zubringen.

Entschuldigen Sie noch ein zweites Mal meine direkten Worte. Das Problem liegt ist aus meiner Sicht nicht bei Ihrem Sohn, sondern vermutlich bei Ihnen oder auch noch einigen anderen Personen, die ich auf Grund der wenigen Informationen in Ihrer Mail nicht kenne.

Wenn Sie Ihrem Sohn helfen wollen, dann müssen Sie sich helfen. Ich gehe hier von einer Co-Abhängigkeit und heimlichen Allianz zwischen Ihnen und Ihrem Sohn aus.

Den ganzen psychiatrischen Brimborium über "Depression" glaube ich kein Stück. Hier geht es letzlich nur um Geld, denn an jedem "Depressiven" verdient man sich im staatlichen Krankensystem dumm und dämlich. Bezahlt wird das von den Beitragszahlern, die von Staats wegen per Zwangsabgabe zum Frondienst herangezogen werden.

Ich will mit all dem nun nicht behaupten, es gäbe keine vielschichtige Gründe, die zu depressiven Verhalten führen, so z.B. mangelnde Erfolgserlebnisse und Enttäuschungen im Bereich von Schule und Ausbildung oder zwischenmenschlichen Beziehungen, so etwa bei Kontakten zum anderen Geschlecht, etc. pp.

All das sind Schwierigkeiten, mit denen alle Menschen zu tun haben, der eine mehr, der andere weniger.

Die Frage aber ist, ob man den Sand in den Kopf steckt und sich für den Rest des Lebens von Mutti mit Lebensmitteln und Aufmerksamkeit versorgt in seinem Zimmer vergräbt oder ob man sein Leben gestaltet und wagt.

Und wenn Ihr Sohn nicht bereit ist, etwas zu ändern, dann können Sie etwas ändern.

...



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

Praxis für Lösungsorientierte Arbeit

 

 

 

 

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