Lesbische Trennungsfamilie

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 

 



 




-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 27. Juni 2021 16:22
An: ....
Betreff: Bitte um ein Beratungstermin

Sehr geehrte Frau ...,

ich hatte gemeinsam mit meiner Ex- Frau letzte Woche ein Kita Elterngespräch, wo es um die Überleitung unseres gemeinsamen Sohnes Benjamin Müller (6 Jahre) - Name geändert - ging. Wir hatten vor einigen Monaten gemeinsam beschlossen, dass er noch im sozialen- / emotionalen Bereich mehr Zeit zur Entwicklung benötigt, bevor er wirklich reif für die Schule ist und daher noch ein Jahr länger in der Kita verweilen wird.

Meine Ex- Frau (Johanna Müller - Name geändert) und ich leben getrennt seit 2017. Seit diesem Zeitraum lebt Benjamin im Wechselmodell (je eine Woche bei dem einem Part). Wir sind Beide ... Mitarbeiterinnen und haben sowohl von seiner zukünftigen Erzieherin .... (Kita Tanzmäuse - Name geändert), als auch von meinem Teamleiter ... die Empfehlung erhalten uns doch mal bei ihnen Hilfe zu suchen.

Das Benjamin in den genannten Bereichen noch Unterstützung benötigt, ist sicherlich nicht nur ein Grund, weil er auch einer der Jüngste in der Gruppe war, sondern auch weil es in jeden Haushalt doch sehr unterschiedliche Erziehungsansätze und Rahmenbedingungen vorliegen, die mal mehr mal weniger förderlich für ihn sind. Diese Sachverhalte äußern sich vor allem auch darin, dass Arthur zwei Personen in der Kita auslebt.

In der Woche meiner Ex- Frau ist er häufig (lt. Aussage der Kita im Entwicklungsbericht) wenig bis gar nicht Kompromissbereit, sehr laut, schlecht gelaunt und immer wieder auch sehr unausgeglichen ( es gibt viele Konflikte und weniger gute soziale Interaktionen). In meiner Woche ist Benjamin das Gegenteil, ausgeglichen, gut gelaunt (wesentlich mehr), er hat weniger Konflikte und schafft auch mehr positive Interaktionen zu haben in denen er auch mit mehr Kompromissbereitschaft in den Alltag geht.

Ich würde mir natürlich wünschen, dass Benjamin auch in der Woche bei meiner Ex Frau die Möglichkeit erhält, doch auch vermehrt diese Seite ausleben zu können, denn alles andere ist für ihn in seiner Entwicklung sehr destruktiv und hindert ihn dauerhaft an einer positiven Entwicklung , gerade auch im Hinblick auf die Schule. Leider ist es bis heute nicht sehr gut gelungen, dass ein Gespräch zwischen meiner Ex Frau und mir so stattfinden kann, ohne dass dies in Vorwürfen oder kontraproduktiven Bewertungen endet. Die Beziehung zwischen Benjamin und meiner Ex Frau ist bereits auch sehr angeknackst und es kam auch schon zu schwerwiegenden Situationen an denen Benjamin den Wechsel zu ihr verweigert hat.

Johanna und ich sind und sehr einig, dass wir Beide das Beste für Benjamin wollen, allerdings wird die Umsetzung ohne eine Hilfe von außen sehr sehr schwer. Ich wünsche dies meiner Ex Frau auf keinen Fall und möchte die Beziehung der Beiden auch definitiv positiv fördern, daher hoffen wir sehr auf ihre Unterstützung und würden uns freuen, wenn sie uns einmal zu einem Gespräch einladen könnten.

Ich freue mich von ihnen zu hören und wünsche ihnen erstmal einen schönen Start in die Woche.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Müller (Name geändert)

 

 



 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 21. November 2019 09:42
An: ...
Betreff: Anfrage Termin für systemische Familientherapie

Hallo,
 
wir sind eine Patchwork-Familie, die seit über 6 Jahren getrennt lebt und wir Mütter (49 / 51) haben zwei wundervolle, gemeinsame Kinder (Jungs, 9 und 11 Jahre). Leider haben wir große Probleme mit den Schulbesuchen beider Kinder, auch wenn dahinter sicher ganz verschiedenen Gründe stecken.

Wir leben im Wechselmodell, d.h. die Kinder sind wöchentlich entweder bei mir (und meinem Mann) oder in der Familienwohnung bei meiner Ex-Frau, die zwar verheiratet ist, aber keinen gemeinsamen Haushalt mit ihrer Frau führt. Wir Erwachsenen verstehen uns aber sehr gut (gemeinsame Abende/Urlaube), sind aber alle sehr belastet aufgrund unserer beruflichen Situationen.

Die Kinder sind beide aktuell in Behandlung in der Psychiatrischen Praxis ... und wir haben auch im Laufe der letzten Jahre schon oft versucht uns Hilfe zu holen (FamilyLab Berater, EMDR, Hypnose Therapie, Akutgespräche bei Kinder- und Jugendpsychologin, Ergotherapie). Kurzfristig führte dies auch zur Entlastung, aber bisher leider nicht langfristig. Die Schulbesuche unseres 9-jährigen sind seit Beginn der 1. Klasse schwierig und bis hierher, in die 4. Klasse, haben wir es nur mit viel Geduld, Motivation, leider auch manchmal Druck und Drohungen und vor allem durch monatelanges Begleiten zur bzw. in der Schule geschafft.

Wir haben seit Dienstag dieser Woche die Diagnose „Schulphobie“ aufgrund von Trennungstrauma und die Aufgabe, das Kind - egal wie - in die Schule zu bekommen. Er soll alleine gehen und wir sollen ihn auf keinen Fall begleiten oder dort bleiben, was bisher an den meisten Tagen nicht möglich war. Zur Diskussion steht, dass als Alternative die Einweisung in eine Klinik erfolgen soll. Wir haben unsere Kinder all die Jahre bedürfnisorientiert begleitet und hoffen es gibt Alternativen zu einem Klinikaufenthalt.

Der 11-jährige hat im Sommer auf eigenen Wunsch hin die Schule gewechselt (vom Gymnasium zur Realschule), weil ihm der (Noten)-Druck zu hoch war und er oft Bauchschmerzen vor den Klassenarbeiten hatte. Leider hat er dort psychosoziale Probleme („Mobbing“, Freunde verloren, aus der Clique raus) und es geht ihm sehr schlecht. Aktuell verweigert er den Schulbesuch und wir sind im Gespräch mit ihm, dem Therapeuten und der Schule und möglichen anderen Schulen. Seine jetzige Schule will Maßnahmen ergreifen (wir haben morgen (Fr.) einen Termin mit der Schulleitung und dem Klassenlehrer und unserem Sohn) und befürwortet nicht einen Schulwechsel.
 
Wir wissen, nicht unsere Kinder sind das Problem, sondern das System und die Gesellschaft in der wir leben tut sich schwer mit Menschen, die sich nicht normgerecht verhalten. Deshalb suchen wir dringend eine systemische Familientherapie, damit wir als Familie nicht an den Belastungen zerbrechen.

Über eine positive Rückmeldung und einen zeitnahen Termin würden wir uns sehr freuen.

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