Jugendamt

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 

 

 

 


 

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 10. Juni 2021 09:14
An: ...
Betreff: Termin für Mediatorgesprächen

Hallo Herr Thiel,

 

unser Sohn lebt im Kinderhaus und das Jugendamt bemängelt eine falsche Kommunikation der Eltern.

 

Wir können fast gar nicht reden und bei jedem Hilfe Plan Gespräch knallt es.

 

Wir wollen eine Rückkehr nach Hause für unseren 12Jahre alten Sohn.

 

Liebe Grüsse Frau ....

 

 

 

 

 

 

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Samstag, 14. November 2020 13:57
An: ...
Betreff: Beratung

Guten Tag,

Ich bin auf Ihre Homepage aufmerksam geworden, da ich mich aktuell in einer Krise befinde und auf der Suche nach einer Familienberatung bin.

Ich bin 32 Jahre alt, Mutter eines Sohnes (2 Jahre) und im 7. Monat schwanger. Mein Lebensmittelpunkt ist eigentlich in ..., da ich mich jedoch im September von meinem Partner getrennt habe sind mein Sohn und ich zunächst bei meiner Familie in ... untergekommen.

Wie bereits bei meiner ersten Schwangerschaft verläuft die aktuelle Schwangerschaft mit vielen Komplikationen. Ich bin auf sehr viel Hilfe angewiesen, befinde mich seit September im Beschäftigungsverbot und soll viel Bettruhe halten. Leider konnte mein Partner mir die notwendige Unterstützung nicht erbringen, stattdessen waren die letzten Wochen des Zusammenlebens mit Streit und Unverständnis verbunden. Zu dieser Problematik reihen sich leider auch begründete Tatbestände, die es mir nicht möglich gemacht haben meinen Sohn beim Vater in guten Händen zu wissen.

Unser Auszug war erforderlich, um meinen Sohn und mich zu schützen und das ungeborene Kind nicht zu verlieren.

Das Jugendamt wurde meinerseits im September eingeschaltet, leider ist dort seit Wochen niemand zu erreichen.

Der Kindesvater kommt ca. alle 3 Wochen einen Tag zu Besuch. Ich weiß, dass ich aufgrund des gemeinsamen Sorgerechts nicht verbieten kann, dass er A auf bestimmte Zeit mit nach ... nimmt. Allerdings lässt mich der Gedanke nicht los, dass gerade solche Aktionen A schaden werden. Aufgrund der bisherigen Lebenssituation war ich immer die Hauptbezugsperson.

Der Vater ist ... und es treffen ziemliche Mentalitätsunterschiede aufeinander, hinzu kommt eine unerträglich kollerische Art des Vaters. Die Besuche hier vor Ort fanden ausschließlich unter Beisein der Mutter statt. Es ist nicht möglich, die Situation allein mit dem Kindesvater zu besprechen. Ich weiß, dass er A vermisst, auch wenn er seine Vaterrolle anders gelebt hat, als es erforderlich gewesen wäre. Mich lässt das Gefühl jedoch nicht los, dass es vielmehr um seine Mutter als um ihn geht. Eine volle Betreuung von A kann er aufgrund seines Jobs (... im Familienbetrieb) gar nicht realisieren.

Ich würde gerne eine objektive Meinung einholen, ob meine Gedanken und Ängste gerechtfertigt sind, bevor ich einen Anwalt einschalte, um das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu beantragen. Die Situation belastet mich sehr stark und ich weiß, dass ich mit meinem Wunsch nach fairer Behandlung nicht weit komme.

Da ich keine Vorstellungen habe, wie die Wartezeiten für Familientherapien sind möchte ich ganz höflich anfragen, ob eine kurzfristige Beratung in der kommenden Woche möglich ist.

Gerne können wir hierzu telefonieren. Meine Handynummer lautet: ...

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen,

...

 

 

 


 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...

Gesendet: Dienstag, 14. Juli 2020 10:00
An: ...
Betreff: Zusammenarbeit mit dem JA Krefeld?

Guten Tag Herr Thiel,

ich bin Psychologin im SPZ in ... und betreue eine Familie für die ich eine familientherapeutische Unterstützung sinnvoll fände. Unter anderem habe ich Ihren Kontakt weiter gegeben, da ich Ihre Homepage ansprechend fand und eine Zusammenarbeit mit dem Jugendamt erwähnt wird.

Die Familie hat sich inzwischen an das JA gewendet und meldete mir nun zurück, dass das JA Krefeld keine Kosten für eine Familientherapie übernehme und keine Familientherapeuten kenne.

Vielleicht können Sie mir ja helfen mit einer Antwort auf die Frage welche Möglichkeit es für Familien in Krefeld gibt ein familientherapeutisches Angebot in Anspruch zu nehmen, wenn eine private Finanzierung nicht möglich ist.

Über eine kurze Rückmeldung würde ich mich sehr freuen, gerne auch per Telefon unter ...


Beste Grüße,

...

 

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 14. Juli 2020 15:48
An: ...
Betreff: AW: Zusammenarbeit mit dem JA Krefeld?

Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Im Jugendamt arbeiten nicht immer die schlauesten, manche denken noch, es gäbe ein KJHG, dabei heißt das seit vielen Jahren SGB 8.

Bei einer Antragstellung muss das Jugendamt in einem ersten Schritt prüfen, ob ein anerkennenswerter Hilfebedarf besteht und wenn ja, welche Jugendhilfemaßnahme geeignet ist, der Problemlage zu begegnen. Das kann im Einzelfall eine Familientherapie sein.

In Berlin hat man das recht vorbildlich aufgelistet:

https://www.berlin.de/sen/jugend/recht/rahmenvertraege/brvjug/

Sollte Familientherapie die geeignete Hilfeform sein, geht es an die Auswahl eines geeigneten Anbieters, dabei ist das Wunsch- und Wahlrecht der Sorgeberechtigten zu beachten, siehe Musterantrag in der Anlage.

Die antragstellende Familie muss also auf einen schriftlichen Bescheid des Jugendamtes bestehen, dieser kann mit dem Widerspruch angefochten werden, wird auch dieser abgelehnt, ist der Weg zu Verwaltungsgericht eröffnet.

Irgendwelche mündlichen Aussagen eines Sachbearbeiter im Jugendamt sind nicht bindend, sondern lediglich Meinungen. Das können im Einzelfall auch Fake News sein, die verbreiten sich ja neuerdings bis in die Regierung hinein. Ich würde also niemals glauben, was Angela Merkel so von sich gibt, es könnte eine Falschmeldung sein.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel


 

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 7. Februar 2020 17:06
An: ...
Betreff: Familientherapie

Guten Tag Herr Thiel,

der Vater meines dreijährigen Sohnes hat das Aufenthaltsbestimmungsrecht bei Gericht beantragt. Es wurde eine Frau als Verfahrensbeistand bestellt, die ich nicht als kompetent erachte. Das Jugendamt ist ebenfalls involviert. Ich hatte mich vor zwei Wochen an einen Familientherapeut gewandt, der mir dazu riet über das Jugendamt "Familienhilfe" zu beantragen. Ich hatte es beim Sachbearbeiter vom Jugendamt angesprochen. Es wurde von seitens des Jugendamts abgelehnt und eine gerichtsnahe Beratung angeboten. Außerdem äußert sich der Sachbearbeiter vom Jugendamt vor Gericht, dass ich keine Hilfe in Anspruch genommen hätte.
Es wurde beschlossen, dass ich meinen Sohn in Form eines begleitenden Umgangs sehen kann.

Ich brauche professionelle Hilfe und würde gern zu einem Beratungsgespräch in Ihre Praxis kommen.

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 





-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 27. Januar 2020 19:42
An: ....
Betreff: Eheberatung

Hallo,

mein Mann und ich haben dringenden Bedarf einer Paar-/Eheberatung.

Ist es möglich hier etwas von der Krankenkasse erstattet zu bekommen?

Ich hoffe sehr auf eine zeitige Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen

...

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 27. Januar 2020 20:37
An: ...
Betreff: AW: Eheberatung

Sehr geehrte Frau ...,

ob Ihre Krankenkasse Kosten erstattet müssten Sie dort erfragen.

Was für eine Krankheit haben Sie oder Ihr Partner?


Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 27. Januar 2020 20:41
An: ...
Betreff: Re: Eheberatung

Danke fürs die schnelle Antwort.

Wir sind nicht krank- wir haben Ehe-/ und Familienprobleme.

Allerdings hatte ich vor drei Jahren einen Arbeitsunfall und seit dem psychische Probleme, was auch teilweise für die Probleme mit meinem Mann Verantwortlich ist. Wir haben zwei Kleine Kinder.

...

 

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 27. Januar 2020 20:52
An: ...
Betreff: AW: Eheberatung

Sehr geehrte Frau ...,

psychische Probleme sind nach Definition der Krankenkassen noch keine Krankheit.

Aber Sie können dennoch dort nachfragen.

Sind Kinder vorhanden, ist aber immer das Jugendamt verpflichtet, einen Antrag auf Kostenübernahme zu prüfen.

Musterantrag anbei.

Die Bearbeitungszeit im Jugendamt beträgt - bei schneller Bearbeitung - zwei bis vier Wochen. Eine Kostenübernahme gilt erst ab dem Zeitpunkt der Bewilligung, nicht rückwirkend.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 27. Januar 2020 20:54
An: ...
Betreff: Re: Eheberatung

Dankeschön.

Also müssen wir beim Jugendamt nachfragen?

Wir nehmen dort bereits eine Erziehungsberatung in Anspruch.

Jetzt sollte es eher vorrangig um meinen Mann und mich gehen.

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 27. Januar 2020 22:05
An: ...
Betreff: AW: Eheberatung

Sehr geehrte Frau ...,

dann wäre von Ihnen ein Antrag auf Familientherapie zu stellen.

Eine Erziehungsberatung ist ja was anderes, bei der geht es um die Eltern Kind Interaktion.

Bei der Familientherapie wird die Kommunikation der gesamten Familie in den Blick genommen. Also auch die Ebene Mann - Frau, die sich natürgemäß ja auch auf das Kind auswirkt.

Die genaue Prüfung obliegt dem Jugendamt. Dieses muss einen von den Leistungsberechtigten (das sind in der Regel die Eltern oder andere Sorgeberechtigte, wie etwa ein Vormund oder Ergänzungspfleger) Antrag auf eine Jugendhilfeleistung, wie z.B. Familientherapie, gewissenhaft prüfen. Das Jugendamt darf die Leistungsberechtigten und deren Kinder nicht nach dem Motto: "unser Landkreis ist verschuldet" oder "für so was haben wir kein Geld, wir zahlen nur für Heimunterbringungen für 6.000 € im Monat, machen Sie also ihr Kind mal richtig fertig, dann kriegt es von uns einen Heimplatz, ob Sie dann wollen oder nicht", abwimmeln.

Bei einem fömlich korrekt abgewiesenen Leistungsantrag, ist, nach erfolglosen Widerspruch, der Weg zum Verwaltungsgericht eröffnet. Das Verwaltungsgericht orientiert sich am Gesetz und nicht nach Kassenlage oder dem Gutdünken eines Landkreises.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel




 

 

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 19. Januar 2020 20:17
An: ...
Betreff: Familientherapie Kostenübernahme

Sehr geehrter Herr Thiel,

ich bin ... in Witten. Eine unserer Familien hat große innerfamiliäre Probleme unter denen zwei Kinder massiv leiden und das Jugendamt ist involviert. Wir würden uns für diese Familie eine Familientherapie wünschen und dieFamilie ist bereit sich darauf einzulassen.

Nun hat die Dame vom Jugendamt gesagt, dass das Jugendamt Witten die Kosten für eine solche Maßnahme nicht übernimmt.

Können Sie mir sagen, welche Erfahrungen Sie gemacht haben? Ist das generell so, oder wird hier lediglich versucht Kosten sparend zu arbeiten?

Über Informationen und Möglichkeiten, die wir nutzen können, wäre ich Ihnen sehr dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 19. Januar 2020 21:11
An: ...
Betreff: AW: Familientherapie Kostenübernahme

Sehr geehrte Frau ...,

bei Kostenübernahmen geht es immer um Einzelfallentscheidung, also nicht wie beim Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz, das ist ein absoluter Rechtsanspruch.

Die Eltern müssten einen schriftlichen Antrag auf Kostenübernahme einreichen. Den muss das Jugendamt dann ordnungsgemäß prüfen und bescheiden.

Musterantrag anbei.

Gegen einen ablehnenden schriftlich ergangenen Bescheid des Jugendamtes kann Widerspruch eingereicht werden, wird auch dieser abgelehnt ist der Klageweg vor dem Verwaltungsgericht eröffnet.

Wenn eine Familientherapie notwendig und sinnvoll ist, dann ist das Jugendamt auch verpflichtet dies zu finanzieren. Eine pauschale unbegründete Ablehnung ohne schriftlichen Bescheid hat keinerlei Rechtskraft.

Meist hilft es schon, wenn man sich mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde an den zuständige Sozialdezernenten / Jugendamtsleiter wendet.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel



 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Jugendamt ...
Gesendet: Montag, 23. September 2019 18:20
An: ---
Cc: '...
Betreff: AW: AW: Systemische Familientherapie

Sehr geehrte Frau ...,

ich möchte Ihnen auf die von Herrn Thiel (uns bislang unbekannt) erhaltene und an uns weitergeleitete Mail wie folgt antworten:

Sie können sich mit dem von Ihnen beschriebenen Anliegen jederzeit an uns wenden. Es steht Ihnen frei, mit einem Partner Ihrer Wahl unseres Netzwerks Erziehungsberatung (mit systemischer Beraterausbildung oder familientherapeutischer Ausbildung) im Vogelsbergkreis Kontakt aufzunehmen und zunächst auf diesem Weg eine Problemklärung versuchen herbeizuführen.
Selbstverständlich können Sie sich auch mit unserem Allgemeinen Sozialen Dienst in Verbindung setzen, der ggf. in einem Klärungsprozess mit allen Beteiligten versucht einzuordnen, ob ein Bedarf an Hilfe zur Erziehung besteht.
Sollte ein entsprechender Bedarf gesehen werden, beraten wir gemeinsam im Sozialraumteam, welche Unterstützungsmöglichkeiten wir für geeignet halten, Ihnen anzubieten.
Eine Familientherapie kann hier eine unter vielen Möglichkeiten sein.
Ein Kostenübernahmeantrag, wie von Ihnen beigefügt, ist in der Jugendhilfe (zumindest im ...kreis) nicht üblich. Verwunderlich ist auch, dass Herr Thiel Bescheid weiß, dass die Bearbeitung im Jugendamt in der Regel zwei bis vier Wochen dauert.

Sie finden unsere Kontaktdaten unter www.vogelsbergkreis.de - Stichworte: Ämter - Jugendamt - Allgemeiner Sozialer Dienst bzw. Erziehungsberatung.

Für telefonische Rückfragen stehe ich Ihnen auch gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

H... B...

...kreis
Der Kreisausschuss
Jugendamt

 

 

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 23. September 2019 20:58
An: 'Jugendamt ...
Betreff: AW: AW: Systemische Familientherapie

Sehr geehrter Herr B.,

Danke für die Inkenntnissetzung.

Sie haben völlig recht, dass in einem ersten Schritt die für die Familie passende Hilfe bestimmt werden muss. Falls dies eine Familientherapie sein sollte, können wir hier - nach Maßgabe freier Kapazitäten auf unserer Seite - tätig werden und somit dem gesetzlich verankerten Wunsch- und Wahlrecht der Leistungsberechtigten

§ 5 SGB 8 Wunsch- und Wahlrecht
(1) Die Leistungsberechtigten haben das Recht, zwischen Einrichtungen und Diensten verschiedener Träger zu wählen und Wünsche hinsichtlich der Gestaltung der Hilfe zu äußern. Sie sind auf dieses Recht hinzuweisen.
(2) Der Wahl und den Wünschen soll entsprochen werden, sofern dies nicht mit unverhältnismäßigen Mehrkosten verbunden ist. Wünscht der Leistungsberechtigte die Erbringung einer in § 78a genannten Leistung in einer Einrichtung, mit deren Träger keine Vereinbarungen nach § 78b bestehen, so soll der Wahl nur entsprochen werden, wenn die Erbringung der Leistung in dieser Einrichtung im Einzelfall oder nach Maßgabe des Hilfeplanes (§ 36) geboten ist.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__5.html


das natürlich auch im ...kreis gültig ist, zu seinem Recht verhelfen.

Selbstverständlich stünde es den Leistungsberechtigten dann auch frei, andere geeignete Anbieter zu wählen.

Gerne können Sie mich im übrigen korrigieren, wenn die Bearbeitung eines Antrages im Jugendamt weniger oder mehr als vier Wochen dauert. Mehr als vier Wochen könnte schon sehr problematisch sein, denn es handelt sich ja nicht um Bagatellen, weswegen sich Leistungsberechtigte an das Jugendamt wenden, sondern in aller Regel um ernste Probleme, die nach einer Lösung rufen. Man stelle sich nur einmal vor, Polizei und Feuerwehr würden 6 Wochen oder mehr brauchen, bis sie an einem Unfallort ankommen.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel





 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Mittwoch, 29. Mai 2019 10:59
An: ...
Betreff: Pflegschaft ?

Guten Tag,

ich brauche einen Rat wie ich nun weiter handeln sollte.

Vorgeschichte: Wir sind Pflegeeltern, haben zwei Dauerpflegekinder (deren Vormund wir sind )

weiterhin betreuen wir ein weiteres Kind in Kurzzeitpflege. Die Kinder wechseln, so wie eben der Bedarf ist gehen sie zurück in die Herkunftsfamilie oder zur Adoption usw.

Seit 6 Monaten ist ein Geschwisterpaar bei uns, 4 und 2 Jahre alt. Die Kinder haben traumatisches erlebt,u.a. Verwahrlosung, schwere Vernachlässigung und Misshandlung, haben auch seelischen Schaden davon getragen.

Die 2 Jährige hat eine diagnostizierte Angststörung.

Die Kinder waren nach der Geburt des Jüngeren schon 1 Jahr im Mutter-Kind Heim, dann kurz im Kinderheim, weil die Mutter sie verlassen hat. Dann kamen sie in unsere Familie.

Jetzt sollen beide in Dauerpflege untergebracht werden, die Anbahnung läuft. Das größere Kind findet die neuen Eltern toll und würde am liebsten gleich mitgehen.
Das Jüngere hingegen, macht sofort zu wenn sie die neuen Eltern sieht, lässt sich von niemandem Anfassen und bekommt Panik und Schreizustände wenn ich mich zurückziehen will.

Ich habe bereits dem Jugendamt signalisiert, dass die Kleine auch einen Dauerplatz bei uns bekommen kann und wir sie gern großziehen möchten.
Leider habe ich keine Rückmeldung vom Sozialarbeiter bekommen. Nur dass von der Vermittlungsstelle die Anbahnung schnellstmöglich und straff durchgezogen werden soll.

Dem Kind tut das nicht gut ! Mir tut es weh weil das Kind leidet, denn es ist bei uns einfach sicher gebunden und will nicht weg.
Ich bin der Überlegung einenAntrag auf Verbleib zu stellen. Zum Kindeswohl. Nur würden die Geschwister dann getrennt. (unsere anderen Pflegekinder haben auch Geschwister, die in andren Familien leben-und es ist in Ordnung)

Ich brauche einen Rat,
mich gegen die Vorschrift des Jugendamtes stellen zum Wohl des Kindes oder das Kind ( gezwungener Maßen) der Familie einfach mitgeben- wie einen Gegenstand ?
Das Amt wäre verärgert und alles würde vor dem Familiengericht erstritten werden müssen. Eine Pflegschaft für das Kind würde ich auch beanspruchen, weil das Gericht der Mutter die Sorge entzogen hat.

mit freundlichen Grüßen

...

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Mittwoch, 29. Mai 2019 11:32
An: ...
Betreff: AW: Pflegschaft ?

Sehr geehrte Frau ...,

das Kindeswohl ist vorrangig.

Hier sollte also eine konsensuale Lösung gefunden werden. Falls dies nicht geht, entscheidet auf Anregung oder Antrag das Familiengericht.

Der zuständige Sozialarbeiter im ASD sollte sich zeitnah bei Ihnen melden, wenn dies nicht geschieht, Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Abteilungsleiter im ASD nach Himmelfahrt.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 

 

 

 

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 2. Mai 2019 17:22
An: ...
Betreff: Aufsuchende Familientherapie

Sehr geehrter Herr Thiel,

wir haben gerade ein relativ komplexe Familiensituation mit 2 kranken Personen (Eltern und Kind). Vom ... Kinderkrankenhaus haben wir den Tipp bekommen eine aufsuchende Familientherapie beim Jugendamt einzufordern.

Das erscheint uns ausgesprochen sinnvoll, da gerade die Interaktion zwischen zwei kranken Personen zu Situationen führt, bei denen beiden geholfen werden muss und zwar auch mit ähnlichen Lösungsansätzen. Die einzelne Beratung/Therapie führt da nur schwer zu einer echten Lösung.

Nun sagte das Jugendamt in ..., dass sie das aus dem Leistungsspektrum im Landkreis ... genommen haben. Das klingt für mich erstmal überraschend. Von daher die Frage, ob dies überhaupt statthaft ist und wie man sich dagegen wehren kann? Können Sie uns dazu etwas sagen? Die Wahlfreiheit des Leistungserbringers ist ja relativ eindeutig, das andere scheint komplizierter.


Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 2. Mai 2019 18:01
An: ...
Betreff: AW: Aufsuchende Familientherapie

Sehr geehrter Herr ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Maßgeblich ist, was das Gesetz sagt, hier das SGB 8

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/index.html


nicht aber was irgendein Sachbearbeiter womöglich meint, zu wissen.

Zuerst geht es auch nicht um die konkrete Hilfeform, sondern um den Hilfebedarf, den das Jugendamt gemeinsam mit den Sorgeberechtigten zu prüfen hat und wenn ein - in Bezug auf die Kinder - relevanter Hilfebedarf festgestellt wird, geht es in einem zweiten Schritt um die konkrete Hilfeform, nicht aber umgekehrt.


Mir scheint hier §27 SGB 8 passend.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__27.html



siehe auch

https://www.berlin.de/sen/jugend/recht/rahmenvertraege/brvjug/




Anlage D.5

Rahmenleistungsbeschreibung
Ambulante therapeutische Leistungen gemäß SGB VIII in der Fassung vom 01.02.2018

PDF-Dokument (264.2 kB) - Stand: 01.01.2019


in der Anlage.


Musterantrag anbei.

Die Bearbeitungszeit im Jugendamt beträgt in der Regel 2 bis 4 Wochen. Eine Kostenübernahme gilt erst ab dem Zeitpunkt der Bewilligung, nicht rückwirkend.



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von:...
Gesendet: Donnerstag, 2. Mai 2019 21:27
An: ...
Betreff: Re: Aufsuchende Familientherapie

Sehr geehrter Herr Thiel,

ich fürchte, ich habe die Situation nicht klar genug beschrieben. Der Förderbedarf ist in diesem Fall sehr klar, auch wenn der Genehmigungsprozess noch nicht durch ist. Die Sachbearbeiterin, welche die aufsuchende Familientherapie ablehnte, ist die für unseren Fall zuständige. Die aufsuchende Familientherapie wurde uns vom Krankenhaus empfohlen, wurde also schon der Sachbearbeiterin gegenüber wohlbegründet.

So wie ich Sie/die zitierten Texte verstehe ist das Gesetz aber nur eindeutig im Bezug darauf, dass Maßnahmen ergriffen werden müssen.
Welche wiederum liegt im Ermessen der Sachbearbeiter. Hier wäre ein Präzedenzfall wertvoll. Dann wäre es sinnvoll sich (bei Ihnen) auf die Warteliste setzen zu lassen und den Kampf aufzunehmen. So sehe ich jedoch wenig Angriffspunkte an denen man ansetzen kann. Es wird dann wohl auf einen Erziehungsbeistand fürs Kind hinauslaufen. Immerhin etwas. Wäre das auch in Ihrem Leistungsspektrum?

Ich bedanke mich für Ihre Mühe.

...

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 3. Mai 2019 15:24
An: ...
Betreff: AW: Aufsuchende Familientherapie


Sehr geehrter Herr ...,

Erziehungsbeistandschaft, warum nicht, wenn es dabei hilft eine Problemlage zu verbesser oder sogar zu lösen.

Sie können da ganz locker rangehen. Sie schildern dem Sachbearbeiter die Problemlage und dann soll der sich einen Kopf machen, was für einen Hilfe er empfehlen will, die das Jugendamt dann auch bezahlen würde. Dafür zahlen wir als einfache Menschen doch Steuern, damit die Sachbearbeiter im Jugendamt sich den Kopf zerbrechen, warum sollten wir das für die tun.

Also einfach frisch ans Werk, ich bin gespannt, was da entstehen will.

Kolumbus wollte nach Indien und dann hat er Amerika entdeckt, das Leben ist voller Überraschungen.



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel



 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 31. März 2019 09:52
An: ...
Betreff: Anfrage Familientherapie
mailto: ...

Hallo Herr Thiel,

wir sind auf der Suche nach einer Familientherapie.
Auf Ihrer Homepage steht etwas von den Möglichkeiten der Kostenübernahme durch das Jugendamt oder die Krankenkasse.
Könnten Sie mir hierzu nähere Angaben machen, wie das weitere Vorgehen wäre?

Kurz zu uns:
- Franziska (34), Studentin, an Krebs erkrankt
- Max (39), berentet aufgrund chronischer PTBS,
- Kind (7), Kind (5), Kind (2)

Problematik: 2017 erkrankte ich an Krebs. Meine Krankheit ist weiterhin lebensbedrohlich. In unserem Familiengefüge ist seitdem eine Dynamik entstanden, die wir alleine nicht mehr aufdröseln können.

Ich selbst bin in psychoonkologischer Behandlung, mein Mann in traumapsychologischer Behandlung.

Wir wohnen in ...

Ich würde mich freuen, wenn Sie uns Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen könnten.

Zum Jugendamt hatten wir während meiner Chemotherapie schon einmal Kontakt gesucht und um Hilfe gebeten, die seinerzeit leider nicht zustande kam.

Herzliche Grüße und vielen Dank vorab

...

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 1. April 2019 13:47
An: ...
Betreff: AW: Anfrage Familientherapie


Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Eine Kostenübernahme müssten Sie beim Jugendamt beantragen, am besten schriftlich, sonder vergisst das Jugendamt schon mal ganz gerne, dass Sie eine Kostenübernahme mündlich beantragt haben.

Jugendamt ...

Allgemeiner Sozialer Dienst

Der Allgemeine Soziale Dienst ist Ansprechpartner für Eltern, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Sein Ziel ist es, im Zusammenwirken aller Beteiligten eine Verbesserung der Lebenssituation für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Familien zu erreichen.

Kontakt
Frau ...

...

...


Telefon: ...
E-Mail: ...



Musterantrag anbei.

Die Bearbeitungszeit im Jugendamt beträgt in der Regel 2 bis 4 Wochen. Eine Kostenübernahme gilt erst ab dem Zeitpunkt der Bewilligung, nicht rückwirkend.



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel



 

 

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 22. März 2019 11:54
An: ...
Betreff: Anfrage für eine Paarberatung oder Familienberatung

Sehr geehrter Herr Thiel,

Mein Partner und Ich wir suchen eine Paarberatung oder Familienberatung.

Da bei Uns in den letzten Monaten wiederholt zu Konflikten kam und wir unsere Beziehung/Familie nicht aufgeben wollen, benötigen wir hilfe.

Wir haben 2 Töchter im Alter von 5 Jahren und 3 Monaten.

Für unsere Kinder und Uns wollen Wir alles mögliche tun um unsere Probleme zulösen und für die Zukunft besseres miteinander leben zuschaffen.

Auf Ihrer Internetseite habe ich den Antrag für die Kostenübernahme für die Jugenhilfeleistung gesehen, könnten Sie mir dies erläutern, da beim Jugenamt mir keiner wirklich sagen kann, ob wir einen Anspruch haben oder dies überhaupt übernohmen wird (da das Jugendamt sagt dies sei keine Hilfe für Beziehungsprobleme).

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich bei uns melden würden.

Sie erreichen mich unter dieser Nummer: ...

Freundliche Grüße

...

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Samstag, 23. März 2019 15:42
An: ...
Betreff: AW: Anfrage für eine Paarberatung oder Familienberatung

Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Das Jugendamt ist verpflichtet, eine Kostenübernahme zu bewilligen, wenn dies für die Sicherung des Wohls der Kinder notwendig und sinnvoll ist. Logischerweise führen schwierige Beziehungsprobleme zwischen den Eltern immer auch zu einer Beeinträchtigung des Kindeswohls. Spätestens bei einer infolge von Beziehungsproblemen eintretenden Trennung der Eltern, dürfte diese Problematik auch für die Kinder offenliegen. Das sollte auch ein unqualifizierter Jugendamtsmitarbeiter verstehen, wenn nicht, sollte der sich schleunigst einen Job bei der Post oder beim fahrbaren Mittagstisch der Arbeiterwohlfahrt suchen.

...

 

Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 

 

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 2. Dezember 2018 20:38
An: ...
Betreff: Anfrage

Hallo Herr Thiel,
vorab vllt eine Kurzbeschreibung zu uns.

Ich bin seit März 2018 Alleinerziehende Mutter von drei Kindern. Mit meinem Ex-Partner habe hab zwei gemeinsame Kinder. Mein ältester Sohn ist aus einer anderen Beziehung.

Für alle drei habe ich das alleinige Sorgerecht.

Seit der Trennung ist kein Tag wie der andere.
Die Kinder sind bis jetzt jeden Mittwoch eine Stunde und jeden Sonntag beim Papa und kommen fast Jedes mal völlig verändert wieder.

Es fallen oft so Sätze vom Papa wie: "Es ist mir kack egal ob du meine Freundin kennen lernen möchtest oder nicht."
"Es ist mir völlig egal ob Du zu mir möchtest oder nicht. Denn ich habe auf dein Gebocke keine Lust." Oder "Ich kaufe keine Salatgurke für euch. Ich esse das ja nicht."

Mein Sohn, der nicht sein leibliches Kind ist, hat große Angst vor Ihm. Er wurde während Unserer Beziehung oft von Ihm geschlagen und angeschrien.

Jegliches ansprechen beim Jugendamt blieb erfolglos. Ich bekomme immer nur zu hören, da müssen die Kinder durch. Und die Kinder müssen sich selbst wehren.

Ich weiß einfach nicht mehr wie ich damit umgehen soll und wie ich mit den Kindern in solch Situationen umgehen soll.

Ich möchte wirklich das sie zu den Besuchszeiten zum Papa gehen. Aber ich möchte auch das Sie dort mit Freude hingehen und auch so wieder kommen.

Können Sie mir in irgend einer Form helfen oder bin ich bei Ihnen falsch??

Viele Grüße

...

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 3. Dezember 2018 14:25
An: ...
Betreff: AW: Anfrage


Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Wenn die zuständigen Kollegen vom Jugendamt nichts unternehmen, können Sie Dienstaufsichtsbeschwerde beim Amtsleiter einreichen.

Ansonsten ist gegebenenfalls das Amtsgericht zuständig, bestimmte zwischen den Eltern strittige Fragen zum Wohle des Kindes zu regeln



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 




 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 27. August 2018 08:47
An: ...
Betreff:

Sehr geehrter Herr Thiel,

Wir sind auf der dringenden Suche nach einem Therapieplatz.Unsere Geschichte ist eine lange ,verworrene so das ich gerne nur kurze Stichpunkte nenne möchte.Zu uns:I ch bin eine 32 jährige,alleinerziehende Mutter eines chronisch kranken und verhaltensauffälligem 12 jährigen Jungen.Mit 4 Jahren ist mein Sohn ... an einem nephrotischen Syndrom und Epilepsie erkrankt und sein Verhalten hat sich rapide verändert.Er neigt seit je her zu impulsausbrüchen, die kaum zu bändigen sind/waren.

In meiner Verzweiflung habe ich mir nach 1 Jahr Hilfe beim Jugendamt gesucht,was eine Odyssee an pädagogischen Massnahmen zur Folge hatte.Von Tagesgruppe bishin zur Fremdunterbringung in Einrichtungen hat letztlich zur Übertragung des Problems geführt.Ich muss wohl nicht erwähnen das dies zu einer Bindubgsstörung zwischen uns geführt hat. Seit Mai sind wir wieder zusammen und vorerst alle Massnahmen beendet.

Und damit dies funktioniert benötigen wir Hilfe. Daher ersuche ich Sie nach einem Therapieplatz.

Mit freundlichen Grüssen,

...





-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 27. August 2018 10:09
An: ...
Betreff: AW: Therapieplatz


Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage und die kurze Darstellung der Situation.

Es ist leider kein Einzelfall, dass das Jugendamt auf der einen Seite unpassende Hilfen einleitet, die Unsummen an Steuergeldern verschlingen und auf der andere Seite die Finanzierung passender und kostengünstiger Hilfen, wie etwa ein Kommunikationstraining für getrennt lebende Eltern, verweigert, mit der absurden Begründung, ein Kommunikationstraining wäre keine Leistung der Jugendhilfe (so mit Schreiben vom 16.05.2018 Frau Turner-Wegner vom Jugendamt des Landkreis Barnim). Es scheint, es geht mitunter mehr darum, etablierte Freie Träger der Jugendhilfe mit Aufträgen zu versorgen, damit dort niemand arbeitslos wird, nicht aber darum, passende Hilfen für Kinder, Jugendliche und Eltern anzubieten. So wird denn mitunter aus einer von den Eltern beantragen Kommunikationstraining eine Familienhilfe, grad so, als ob man den Klempner wegen einer defekten Wasserleitung anruft und dieser eine neue Steckdose in der Küche anbaut.

Nur weil eine bestimmte Leistung nicht wörtlich im SGB 8 aufgezählt ist, heißt dies noch lange nicht, dass diese nicht auch eine sinnvolle oder sogar notwendige Leistung sein könnte, um das Wohl von Kindern und Jugendlichen zu sichern.

SGB 8 §1 gibt dafür die Richtung vor:

§ 1 Recht auf Erziehung, Elternverantwortung, Jugendhilfe
(1) Jeder junge Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.
(2) Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.
(3) Jugendhilfe soll zur Verwirklichung des Rechts nach Absatz 1 insbesondere

1.
junge Menschen in ihrer individuellen und sozialen Entwicklung fördern und dazu beitragen, Benachteiligungen zu vermeiden oder abzubauen, 2.
Eltern und andere Erziehungsberechtigte bei der Erziehung beraten und unterstützen, 3.
Kinder und Jugendliche vor Gefahren für ihr Wohl schützen, 4.
dazu beitragen, positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten oder zu schaffen.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_8/__1.html





Nun aber zu Ihrem Anliegen.

...



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel




 

 

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