Irrenhaus

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 

 

 

 

 




-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 4. Februar 2018 23:39
An: ...
Betreff: Familienchaos

Hallo guten Tag Herr Thiel?

Mein Name ist .... Ich bin ursprünglich aus ... und lebe momentan in ....

Ich habe Ihre Adresse aus dem Internet.

Die Familiensituation in meinem Elternhaus und darüber hinaus ist sehr verzwickt.

Ich bin geb. 1973 und habe zwei Geschwister.
Meine Eltern hatten kürzlich goldene Hochzeit.
Mein Jüngerer Bruder lebt (falls man es so nennen kann) trotz seiner 40 Jahre seid 8 Jahren in seinem Jugendzimmer im Elternhaus.
In den neunziger Jahren lebte er ein relativ normales autonomes Leben in .... In den späten neunziger Jahren fing mein Bruder verstärkt an Drogenpsychotische Tendenzen zu zeigen. Er ist deswegen nie in Behandlung gegangen und ist anscheinend beratungsresistent, da er sich als weise und gut ansieht und die Welt als dumm und böse.
Er arbeitet nicht, guckt meist nur fern oder beschäftigt sich im Internet. Die Idee vom Arbeiten für einen Lebensunterhalt liegt ihm fern.

Mein Vater hat zwei verschiedene, gravierende Krankheiten. Er ist bipolar und hat ausserdem eine zerebrale Ataxie, die seinen Bewegungs und Sprachapparat sehr einschränkt und ihn mehr oder weniger an den Rollstuhl bindet. Er ist wegen der Bipolarität auf Medikamenten gering eingestellt da eine höhere Dosierung seine Bewegungsschwächen verstärkt.


Meine Mutter kompensiert das "Irrenhaus" dort. Sie ist 74 Jahre alt und eigentlich recht lebensfroh. Sie opfert sich für Vater und Sohn auf.
Mein älterer Bruder ist im Haushalt und bei der Pflege meines Vaters beteiligt.
Für meinen älteren Bruder ist es schmerzhaft die Zustände im Elternhaus zu sehen.

Diesbezüglich hauptsächlich die Einbahnstrasse meines Bruders, der sich scheut die Aufgaben des Lebens in die Hand zu nehmen oder eine Therapie zu machen.
Ich weiß natürlich, dass man nur Menschen helfen kann, die sich helfen lassen wollen. Ich sehe keine Perspektive für meinen Bruder und die Belastung, die im Elternhaus steckt.

Haben Sie vielleicht eine Idee an wen oder was ich mich mit meinem älteren Bruder wenden kann? Wir sehen es als kurz und langfristig nötig die sonderbaren Strukturen im Elternhaus zu verändern und bräuchten einen Ansatz für professionelle Hilfe.

Falls Sie Ideen oder Wegweiser für uns haben, wäre ich Ihnen sehr dankbar.



Lieben Gruß

...

 

 

 

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