Familientherapie 

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 11. Februar 2020 17:42
An: ...
Betreff: Termin

Sehr geehrter Herr Thiel,

mein Name ist Franziska Klaus (Name geändert), ich (48 Jahre) lebe mit meiner 13-jährigen Tochter und meiner pflegebedürftigen Großmutter zusammen unter einem Dach. Zwischen meiner Tochter und mir haben sich zunehmend große Kommunikationsschwierigkeiten entwickelt, sodass ich vor ca. einem Jahr Hilfe beim Jugendamt erbeten habe. Zusätzlich zur Jugendhilfe wurde uns dringend nahe gelegt, eine Familientherapie zu beginnen.

Diese anzugehen habe ich bislang vor mir hergeschoben, da nach meinen bisherigen Erlebnissen noch keine Person eine mittelnde Beziehung zwischen mir und meiner Tochter gleichermaßen herstellen konnte. Zudem bin ich sehr unsicher, wieviele therapeutische Anläufe/Wechsel meine Tochter tolerieren wird.

Da ich aber nichts unversucht lassen möchte, würde ich sehr gerne einen Kennlerntermin bei Ihnen zusammen mit meiner Tochter vereinbaren.


Mit freundlichem Gruß,

...

 

 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Mittwoch, 12. Februar 2020 15:34
An: ...
Betreff: AW: Termin


Sehr geehrte Frau Klaus,

Danke für Ihre Anfrage.


Wir vermeiden den Begriff: therapeutische Anläufe/Wechsel


Wir sind bei Bedarf einfach da und dann wird sich zeigen ob sich ein guter Arbeitskontakt ergibt oder nicht.

Wir laufen also weder an, noch nehmen wir an einem Wechsel teil.

Grad so wie der neue Tag, bei dem man am morgen noch nicht weiß, ob er das Erhoffte bringt. Der Tag wird es zeigen.


In der Regel schauen wir auch über das unmittelbare Konfliktfeld hinaus, auf das große Ganze, so verlieren wir uns nicht in kleinen Scharmützeln, der Frage nach richtig oder falsch, sondern gewinnen eine außerhalb der gewohnten Denkbahnen liegende Lösung.

...

Darf ich fragen, welche Rolle der Vater Ihrer Tochter in dem System spielt?



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

 

 




 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Samstag, 21. Dezember 2019 22:50
An: ...
Betreff:

Hallo ich habe mal eine frage,

Uch habe ihre Seite über Google gefunden.

Mein Ehemann und ich standen kurz davor uns scheiden zu lassen, aber das wollen wir beide nicht und wollen die Scheidung beide zurück ziehen. Es sind minderjährige Kinder auch im Haus, ich habe die Kinder mit in die Ehe gebracht.

Mein Ehemann ist noch in der ... Klinik in ....

Am 4.12 warf ich ihn aus der gemeinsamen Wohnung mit Polizeieinsatz wegen Alkoholismus, dann haute er für ihn mein 12 jährigen auf den Kopf. Der 12 jähriger sagte es tat ihm weh.

Aber er will auch sein Papa wieder haben ( nicht leiblicher Vater) wir möchten eine familientherapie machen. Wie geht sowas? Denn wir haben auch das Jugendamt im Haus und Familienhilfe.

Das Problem ist das wir die kosten nicht stemmen können. Aber wir wollen zusammen weiter leben und für die kinder da sein, geht eine familientherapie mit ein besonderen kind 10 jahre alt?

Wir suchen Hilfe weil wir uns nicht trennen wollen weil wir uns sehr lieben. Können sie uns helfen?

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 22. Dezember 2019 13:48
An: ...
Betreff: AW: Familientherapie



Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Grundsätzlich könnten wir hier tätig werden.

Eine Kostenübernahme durch das Jugendamt kann von Ihnen beantragt werden, da Kinder von der Problemlage betroffen sind, Musterantrag anbei.

Die Bearbeitungszeit im Jugendamt beträgt - bei schneller Bearbeitung - zwei bis vier Wochen. Eine Kostenübernahme gilt erst ab dem Zeitpunkt der Bewilligung, nicht rückwirkend.



Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel








-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 22. Dezember 2019 14:13
An: ...
Betreff: Re: Familientherapie

Hallo ja mit 2 - 4 Wochen wäre kein Problem da mein Ehemann noch 5 Wochen in der Klinik ist.

Wie soll ich mich denn jetzt wegen der spfh und Jugendamt eutin verhalten? Ich habe große angst das sie mir die kinder weg nehmen könnten.
Können sie uns da helfen, denn wir wollen als Familie richtig zusammenwachsen.

Viele Grüße

...

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 22. Dezember 2019 15:26
An: '...
Betreff: AW: Familientherapie


Sehr geehrte Frau ...,

durch ihren schriftlichen Antrag auf Kostenübernahme für eine Familientherapie zeigen Sie, dass Sie sich um eine Verbesserung der schwierigen Familiensituation bemühen.

Das Jugendamt ist verpflichtet, solche Anträge ernsthaft zu prüfen.

Eine Inobhutnahme von Kindern durch das Jugendamt, die durch das Familiengericht gegebenenfalls aufgehoben werden kann, kommt nur dann in Betracht, wenn eine akute Gefahr für das Wohl der Kinder besteht. Das kann aber wohl hier nicht der Fall sein, wenn Sie neben der laufenden Familienhilfe auch noch eine Familientherapie beantragen.

Wenn Sie aber den Kopf in den Sand stecken, dann wird sich auch nichts verbessern und dann besteht tatsächlich die Gefahr, dass das Jugendamt eine Inobhutnahme der Kinder erwägt und umsetzt. Dann wäre es auch viel schwieriger eine Korrektur einer solchen Herausnahme durch das Familiengericht herbeizuführen.


Bitte senden Sie mir unverbindlich und kostenfrei den Hilfeplan als PDF oder JPG Datei, den Sie für die vom Jugendamt eingerichtete Familienhilfe unterschrieben haben.


Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel

 

  

 

 

 


 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Mittwoch, 20. November 2019 18:42
An: ...
Betreff: Systemische Familientherapie

Sehr geehrter Herr Thiel,

für meine Familie möchte ich gerne eine systemische Familientherapie anstrengen.

Ich schildere Ihnen nun die häusliche Situation und wie ich die Familienmitglieder inklusive mir selbst sehe und bitte Sie um eine Einschätzung ob es für uns Sinn macht diese Form der Therapie bei Ihnen in Anspruch zunehmen, sofern Sie überhaupt noch Kapazitäten haben.

Zu meiner Familie:
Mein Mann und ich leben mit unseren 2 Kindern in ... . Aktuell ist mein Sohn, 11, mit ADHS und Asperger Zügen diagnostiziert, er war in Einzeltherapie über 2 Jahre, verweigert diese aber aktuell. Er besucht die 6. Klasse eines Gymnasiums, ist verhaltensauffällig, arbeitet aber an sich selbst und es ist eine Verbesserung zu letztem Jahr zu sehen. Auch im Sozialkontakt läuft es runder, erstmalig hat er einen Freund und eine Freundin. Sein IQ liegt bei 112. Meine Tochter, 9 , leidet an Dyskalkulie, isolierter Rechtschreibstörung und Konzentrationsschwäche. Ihre Symptome gleichen einer ADS, dennoch steht auch eine Traumaerfahrung oder Mobbing im Raum. Sie spricht nicht über Ihre Sorgen oder über das, was sie bedrückt, sie hat einen IQ von 122 kann aber in der Schule nur in den Nebenfächern konstant Leistung abrufen. Sie hat keine wirkliche Freundin. Auch sie war bereits 1 Jahr in Therapie, der Erfolg die Ursache der Konzentrationsschwierigkeit zu eruieren blieb aus und die Therapeutin stimmte der Beendigung der Therapie zu. Ebenso weigert sich meine Tochter aufzuräumen. Es ist ein übermässiger Kraftaufwand sie dazuzubringen z.b. Ihre Jacke und Schuhe in der Garderobe zu verstauen. Sie ist oft wütend und versucht meine Aufmerksamkeit stark an sich zu binden. Dies gilt auch für meinen Sohn. Beide Kinder sind mit Elvanse eingestellt.

Mein Mann hat keine Diagnose, er weigert sich sich untersuchen zu lassen, nach vorsichtiger Ferneinschätzung meines Therapeuten, zu mir erzähle ich auch gleich noch etwas, könnte er einen Waschzwang haben ( bereits seine Mutter teilte mir im Teenageralter mit, sie glaube, dass er das habe, hat ihn aber nie diagnostizieren lassen) meine Erzählungen könnten auch zur Vermutung im Bereich Asperger oder ADS führen, narzisstische Züge könnten vielleicht auch vorhanden sein.
Einige Beispiele aus dem Zusammenleben:
Er hat ein eigenes Bad, der Rest der Familie nutzt dies nicht, dieses Bad ist verdreckt und vermüllt, er kümmert sich nicht. Er wäscht sich nur in dem er sich von Kopf bis Fuß mit Feuchttüchern abreibt, diese in der Küche in eine Papuertüte schmeisst oder auch mal daneben. Er entsorgt auch die Tüte nicht. Erwartungshaltung ist dass ein anderer der Familie den Müll entsorgt. Nach jedem Duschen muss das Handtuch gewaschen werden. Handtücher zum Händeabteocknen müssen täglich gewechselt werden, wenn nicht verwendet er Taschentücher oder Küchenrolle. Wenn er etwas gesäubert hat und ein Familienmitglied dies berührt, wird er aggressiv.
Vereinbarungen müssen jahrzehntelang gelten, eine situationsbedingte Anpassung ist nicht möglich. Die Kinder sollen bereits für all Ihre Handlungen Eigenverantwortung übernehmen, sich völlig selbständig um alle schulischen Belange kümmern und vollständig Eigenmotivation für Hausaufgaben, Aufräumen und häusliche Pflichten aufweisen. Aktuell besteht sein Beitrag zum Familienleben aus Arbeiten gehen, seine eigene Wäsche waschen, für ihn wichtige Konsumgüter einzukaufen und unseren Sohn zu schimpfen wenn dieser sich nicht um die Spülmaschine kümmert. Er ist ... und ... . Zu Elternabenden ist er bereit mitzugehen. ( All dies entspricht selbstverständlich nur meiner subjektiven Wahrnehmung).

Nun zu mir:
Ich bin 41, vor 3 Jahren wurde ich mit ADS diagnostiziert. Die Vermutung das zu haben, hatte ich allerdings bereits 10 Jahre zuvor, kein Arzt hat dies allerdings in Betracht gezogen. Bereits zuvor und während der Diagnostik und der Medikamenteneinstellung war ich insgesamt 18 Monate nicht arbeitsfähig. Erst durch die Medikamenteneinnahme wurde ich den Kindern gegenüber wesentlich präsenter als zu vor und auch ruhiger. Ich habe zeitgleich meine 2. Therapie begonnen. Aktuell versuche ich den Kindern mit ihren Schwierigkeiten gerecht zu werden und mein Verständnis für sie in meinem Verhalten umzusetzen. Ich kümmere mich um Lehrergespräch, Therapeutentermine, arbeite mit meiner Tochter an ihrer Dyskalkulie, nehme Arzttermine wahr, führe Gespräche mit der Ganztagsschule, gehe in Teilzeit arbeiten, sorge dafür dass alles für die Schule erledigt wird, kümmere mich um den für mich am schwierigsten Part: Post erledigen, wobei ich das oft nicht gut schaffe, versuche so gut es mir möglich ist Ordnung in das heimische Chaos zu bringen, (Ordnung und Struktur sind ebenfalls 2 Pferdefüsse für mich) den Haushalt zu erledigen, höre mir das fast tägliche Gemotze meines Mannes über etwas was nicht erledigt ist an ( er findet immer etwas).

Unser Umgangston miteinander ist unmöglich und respektlos. Humor gibt es nicht ( eigentlich sind sowohl mein Mann als auch ich humorvoll). Oft bin ich aus Situationen mit meinem Mann heraus wütend was dann die Kinder trifft. Dieses Szenario schadet jedem innerhalb der Familie.

Mit der Bitte um Feedback und vielleicht auch einem ersten Terminvorschlag verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

 


 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----

Von: ...

Gesendet: Montag, 25. März 2019 15:38

An: ...

Betreff: Anfrage

 

Guten Tag,

 

ich wollte mich erkundigen, wie lange bei Ihnen die Wartezeiten für eine Familientherapie sind. Und wie der richtige Weg ist.

 

Wir sind mit dem Kinderarzt in Kontakt. Würde ein Attest reichen, oder müsste man im Vorfeld eine Kostenübernahme bei der Krankenkasse beantragen?

 

Aber vor allem, haben Sie Wartezeiten von einem Jahr (haben wir gehört, das man u.U. so lange warten muss). Oder wie rasch könnte bei Ihnen eine Familientherapie beginnen?

 

Viele Grüße

...

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 26. März 2019 12:16
An: ...
Betreff: AW: Anfrage

 

 

                   

Sehr geehrte Frau ...,

         

Danke für Ihre Anfrage.

                   

 

Die Wartezeit beträgt bei uns zur Zeit 3 Monate, da leider eine Kollegin ausgefallen ist (Mutterschutz).

 

...

 

Die Krankenkasse finanziert keine Familientherapie, sondern nur Psychotherapie für "psychisch Kranke". Daher wäre zu fragen, ob Ihre Familie "psychisch krank" ist.

 

Eine Kostenübernahme durch das Jugendamt kann beantragt werden, wenn Kinder, Jugendliche oder junge Volljährige von einer Problemlage betroffen sind, Musterantrag anbei.

 

Die Bearbeitungszeit im Jugendamt beträgt in der Regel 2 bis 4 Wochen. Eine Kostenübernahme gilt erst ab dem Zeitpunkt der Bewilligung, nicht rückwirkend. 

 

....

 

 

Mit freundlichen Grüßen   

 

 

Peter Thiel

 

 

 

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 6. Januar 2019 13:23
An: ...
Betreff: Erstgesprächstermin

Sehr geehrter Herr Thiel,

ich wende mich an Sie, da meine ältere Tochter (... .2006 geb.) zwischen dem 3.10.-15.12.2018 einen stationären Aufenthalt in der KJP ... hatte. Es liegt ein Abschlussbericht der Klinik vor und es wurde eine Zwangsstörung (F42-1) festgestellt, jedoch ist der Leidensdruck meiner Tochter nicht so hoch bzw. vielleicht die Vertrauensbasis nicht geschaffen worden um sie behandeln zu können.

Es wurde dem Jugendamt ... seitens der Klinik empfohlen eine Wohngruppe für meine Tochter zu bewilligen.

Bisher haben wir noch keinen Gesprächstermin mit dem Jugendamt erhalten.

Da ich in der Vergangenheit nur sporadisch bei der mediz.-psycholog. Beratungsstelle (Herrn ...) vorstellig gewesen bin, der mir leider mit der Problematik meiner Tochter nicht weiterhelfen konnte, möchte ich es gerne Familientherapeutisch im Vorfeld vor einer Heimunterbringung versuchen.

Dienstags nachmittags ab ca. 16-16:30h sowie freitags ab 13h könnte ich am Besten einen Termin wahrnehmen.

Aber ich versuche mich natürlich nach Ihnen zu richten und möchte Sie jedoch bitten mir nicht mittwochs vormittags einen Termin zu geben, da ich an diesem Tag keine Vertretung finden kann.

Ich freue mich über eine baldige Rückmeldung.

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ....
Gesendet: Sonntag, 6. Januar 2019 19:00
An: ...
Betreff: AW: Erstgesprächstermin



Sehr geehrte Frau ...,

Danke für Ihre Anfrage.

Schön, dass Sie über eine familientherapeutische Herangehensweise nachdenken.

Bei genauer Betrachtung stellt sich oft heraus, dass die scheinbare Störung eines Menschen, die dann mit psychiatrischen Begriffen wie Zwangsstörung (F42-1) bezeichnet wird, eine verständliche Reaktion eines Menschen auf ein schwierige Situation darstellt, In so fern kommt es also nicht darauf an, diesen Menschen zu "behandeln", sondern den Kontext, die schwierige Situation, auf die sich das Verhalten bezieht, zu erkennen und wenn möglich konstruktiv zu verändern.

Kinder- und Jugendpsychiatrien sind da oft überfordert, weil sie in die Logik eines Krankenkassensystems eingebunden sind, das in gewisser Weise selbst eine ernsthafte Störung darstellt, da es nicht nur übermäßig teuer für die Beitrags- und Steuerzahler ist, sondern dazu auch noch einlädt, das Problem und damit die eigene Verantwortung zu delegieren, was das Problem natürlich nicht löst, sondern nur verlängert oder sogar verstärkt.

...


Mit freundlichen Grüßen


Peter Thiel 

 

 

 

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