Arroganter Wessi

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 

 

 





-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 12. November 2019 12:21
An: ...
Betreff: Anfrage Familienberatung

Sehr geehrter Herr Thiel,

ich bin 35 Jahre alt in 2. Ehe verheiratet und habe 2 Kinder. Ich wurde in ... geboren und lebe mittlerweile in Hessen. Das Verhältnis mit meiner Mutter hat sich in den letzten Jahren verschlechtert. Zu meinem Vater hatte ich bisher ein sehr gutes und offenes Verhältnis. Ich sehe meine Eltern 8-10 mal im Jahr und wir telefonieren mehrmals pro Woche.



Von meinen Eltern wird mir vorgeworfen:

* Das sie eigentlich keine Enkelkinder haben

* Das ich Respektlos geworden

* Ich ein arroganter Wessi geworden bin und die Sorgen und Nöte der Menschen 2. Klasse in Thüringen nicht mehr verstehen würde.

* Dass ich mich nicht für sie interessiere



Ich fühle mich häufig emotional unter Druck gesetzt:

* Das ich in ihren Augen meine Kinder verziehe bzw. wir Helicoptereltern sind

* Das egal was ich tue, es nicht ausreichend gewürdigt wird

* Das ich insbesondere von meiner Mutter manchmal noch erzieherisch wie ein Jugendlicher in der Pubertät behandelt werde.

* Das ich manchmal das Gefühl habe, dass meine Mutter als alte verbitterte Frau sterben wird.



Meine Mutter hat mit 26 ihren 1. Mann durch Selbstmord verloren. Sie war die Erstgeborene und hatte immer die Verantwortung für ihre 2 Brüder. Zudem waren die Nachwendejahre natürlich auch nicht einfach und ich glaube sie schmerzt es auch, dass ihr einziger Sohn „weit weg ist“.



Der Umgang ist mittlerweile sehr angespannt. Letzte Woche haben mir meine Eltern mitgeteilt, dass sie in der Form keinen Kontakt mehr wünschen. Das fasse ich als Hilfeschrei auf und ist für mich auch nicht akzeptabel, ich möchte nicht irgendwann am Grab stehen und der Zeit hinterhertrauern. Da ich bereits sehr gute Erfahrungen während meiner Scheidung mit der systemischen Beratung gemacht habe, würde ich gerne eine 1,5h Mediation gemeinsam mit meiner Mutter durchführen.


Könnten Sie sich das vorstellen. Wir können gerne auch vorab telefonieren.


Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

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