Allein gelassen

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 





-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 31. Januar 2020 15:43
An: ...
Betreff: Anfrage/ Bitte um ein Beratungsgespräch

Sehr geehrter Herr Thiel,

mein Name ist ..., ich bin 37 Jahre jung, Mutter einer 12 Jährigen Tochter ... und habe einen Lebensgefährten (...). Wir sind seit knapp 3 Jahren ein Paar und seit 2 Jahren leben wir in einer gemeinsamen Wohnung.

An sich könnte alles super sein, doch es gibt einige Probleme, welche uns sehr belasten.


In Bezug auf meine Tochter:

Obgleich es auch einige positive Punkte gibt, ist die aktuelle Situation in Kürze folgende:


- Sie kann sich seit einiger Zeit schon sehr selten zu etwas aufraffen

- Häufig findet sie alles langweilig, Privatleben, jegliche Vorschläge, Schule

- Motivation und Antrieb fehlen (Und es ist sehr schwierig, sie dahingehend zu unterstützen)

- Außerdem ist sie seit längerem auch sehr Interessenlos und hängt quasi nur rum


Sie war schon immer der Typ, der sich schnell gelangweilt hat und Action eingefordert hat, aber von sich heraus schwer zu etwas zu bewegen war. Insbesondere dann, wenn es darum geht ein Ziel länger zu verfolgen, kommt es schnell dazu, dass sie behauptet, das sei eh langweilig, dann kommen Frust und schließlich aufgeben. Irgendwo scheint ihr ein entscheidender Schritt zu fehlen und ich weiß nicht, wo und welcher und wie ich/ wir sie noch unterstützen können.

Ich wünsche mir mehr Lebensfreude, Interessen, Wünsche, Ziele für sie und komme einfach nicht weiter.

Ich möchte ihr gern helfen, sie unterstützen und weiß nicht wie.


In Bezug auf meinen Partner:

Auch hier gibt es natürlich positive Punkte und dennoch befinde ich mich mit ihm in einer Gefühlsachterbahn:

Hierzu muss ich sagen, dass er noch sehr darunter leidet seine eigene Tochter aus zweiter Ehe verloren zu haben. Sie ist im Alter von 19 Jahren an den Folgen einer Erkältung gestorben. Zur Trauerver- und Bearbeitung ist er nun bereit und fährt auch im Apriö auf Kur. Trotz der Trauerphasen hatten wir unser gemeinsames, neues Leben bisher gut im Griff. Trotzdem gibt es natürlich einige Schwierigkeiten. Bspw.:

- Seine Schlafstörungen

- Das auf und ab seiner Stimmung

- Probleme mit Beziehung und Bindung

- auch bei ihm stelle ich Interessenlosigkeit fest


Ich vermute sehr stark, dass er sich stets ablenkt und versucht die Trauer damit zu verdrängen. Unsere Wochenenden sehen nicht viel anders aus, als die Arbeitswoche. Auch an den Wochenenden, sucht er sich "Arbeit" im Haushalt, werkeln im Keller, oder er bügelt Stundenlang Wäsche, und kurz nach dem Frühstück legt er sich erstmal wieder schlafen, um den Schlafverlust aufzuholen. Ist er wach, beteiligt er sich fast nie am Familienleben, sondern geht eben irgendwelchen Tätigkeiten nach, oder spielt Solitär auf seinem Handy, oder schaut sich irgendwas auf dem Pad an. Urlaub nimmt er auch nie.

Irgendetwas gemeinsam mit ... und mir macht er nur, wenn ich wie immer die Initiative ergreife und ihn darum bitte, mit uns etwas zu machen, zu unternehmen. Diese Situation war schon mal viel besser. Aber immer wenn es phasenweise gut läuft, fällt kurz darauf alles wieder in sich zusammen.

Ich fühle mich leer, allein gelassen und ausgepowert. Und ich mache gerade eine neue Ausbildung/ Studium was mir sehr viel Spaß macht, aber auch einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Ich habe das Gefühl immer alles regeln zu müssen, zwischen allen vermitteln und alles hoch halten zu müssen. Wenn ich das nicht tue, tut es keiner. Und mir fehlt langsam die Kraft dazu, das alles noch zu schaffen und hinzubekommen. Mit meiner Familie, also Kind und Mann, habe ich darüber gesprochen, wie es mir geht. Und auch darüber, das ich gerne eine Hilfe in Form einer Familientherapie für uns gemeinsam in Anspruch nehmen möchte. Glücklicherweise scheinen beide dafür aufgeschlossen zu sein, das wir uns gemeinsam Unterstützung und Hilfe suchen.

Diese Beschreibung ist doch schon recht lang und dennoch nur ein kurzer Ausschnitt. Ich hoffe sehr, das Sie uns irgendwie weiter helfen können und hoffe auf ein Beratungsgespräch.

Vielen Dank und mit freundlichem Gruß

...

 

 

 


 

 


Von: ...
Gesendet: Freitag, 18. Januar 2019 09:41
An: ...
Betreff:



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist ... (47 Jahre) , bin verheiratet (seit 17 Jahren zusammen, seit 6 verheiratet) und haben gemeinsame 2 Kinder (9 und 11 Jahre).

Ich arbeite in Vollzeit als ... im Bereich ... in ... .

Seit Juli 2018 übe ich noch einen Nebenjob als Servicekraft auf 450 EUR Basis aus (...).

Im Schnitt arbeite ich 50-54 Std die Woche, Haushalt, Kinder, ...



Mein Mann ist 55 Jahre und seit 2011 erwerbsgemindert. Bis 2015 hat er noch nebenbei bei ... gearbeitet.

Seitdem arbeitet er nicht mehr und ist zu Hause!


2016 haben wir ein Haus in ... gekauft, leider mit ..., dass die Verkäufer uns verschwiegen haben. Gegen die Verkäufer haben wir einen Prozess wegen Schadensersatz laufen. Ich muss dazu sagen, dass wir das Haus auch etwas überstürzt gekauft haben, da wir ... . Diesen Prozess haben wir leider verloren (ohne Rechtschutz) und mussten insgesamt ca. 20000 EUR bezahlen.


Ich bin leider der alleinige Verdiener und schaffe es in keinster Weise alles zu stemmen. Zumal der Rest wie Haushalt, Kinder auch zu gut wie komplett an mir hängen bleibt, während mein Mann sich ausruht L Wir haben einfach ein komplett unterschiedliche Art der Sichtweise was das Arbeiten angeht. Ich bin eher der Schaffer und er derjenige, der versucht, mit NIXTUN an Geld zu kommen.

Meine Gefühle ihm gegenüber sind mittlerweile auf Null und ich würde mich am liebsten trennen. Da ich komplett für alle Unkosten aufkomme, kann ich leider nicht ausziehen, da ich mir eine weitere Miete nicht leisten kann. Und er wird niemals ausziehen.

Meine Bedenken sind auch, dass ich komplett auf den ganzen Schulden hängen bleibe (wäre mir fast egal, da es so auch nicht anders ist), aber dann noch für ihn womöglich Unterhalt zahlen und ihm von meiner Rente was abgeben zu müssen, NIEMALS.


Ich fühle mich komplett alleine gelassen, kontrolliert, eingesperrt und finanziell ruiniert.

Vielleicht können Sie mir wieder ein wenig Licht in das Ganze geben.



Herzlichen Dank vorab.



Mit freundlichen Grüßen
 

...

 

 

 

 

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