ADS

Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

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Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 

 






-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 25. Juni 2020 18:33
An: ...
Betreff: Hoffnung auf Tipps

Sehr geehrter Herr Thiel

Ich wende mich heute an Sie, in der Hoffnung das Sie uns weiterhelfen können und sei es wenn Sie uns sagen welche Anlaufstellen wir nehmen müssen und wie wir sinnigerweise vorzugehen haben. Sie hören sicherlich heraus, dass wir an einem Punkt geraten sind an dem wir keine Ideen mehr haben.

Zum Sachverhalt:

Unser Sohn, ... am ... .1997 geboren, also jetzt auch nicht mehr ganz so jung, lebt noch bei uns Zuhause. Er hatte sich im Kindergarten stellenweise auffällig verhalten, mit Eintritt in die Schule ist dann ADS diagnostiziert worden. Mit dieser Diagnose gingen dann entsprechende Maßnahmen einher , wie psychologische Gespräche, Ergotherapie bis zur medikamentösen Behandlung. Durch die Grundschule ist er mit einer Empfehlung für die Realschule gekommen, auf die er selbst wollte, da seine Spielgefährten auch auf die städtische Realschule gingen. Mit den Übergang auf die weiterführende Schule war die Schulzeit ein Fiasko, verbunden mit einem zweifachen Schulwechsel. Zum Schluss hat er doch noch ein gutes letztes Jahr an der ... Gesamtschule, wo er die Fachoberschulreife erreichte.

Danach entschied sich ... für eine ...lehre, da Schule keine Option mehr war, die er euphorisch anging aber wie bei vielen Dingen die ... gemacht hatte folgte eine schnelle Ernüchterung. Nach ungefähr drei Monaten hat man Ihn von Seiten des Betriebes gebeten die ...lehre an den Nagel zu hängen, was er dann auch wg. der persönlichen Arbeitsbedingungen getan hat. Anschließend hatte sich dann doch überlegt die ... anzugehen mit einem praktischen Jahr in einer ... . Aber auch das hat ... letztendlich abgebrochen, obwohl wir Ihn natürlich bei allen auch folgenden Versuchen immer wieder unterstützt haben.

Es folgten weitere Beschäftigungen unter anderem bei Zeitarbeitsfirmen die sich in einem Zeitraum von 6 Monaten bis 2 Wochen bewegten. Wir haben das Gefühl, dass er sich einfach nicht ausreichend auf seine Arbeit und dann auch über einen längeren Zeitraum konzentrieren kann. Er ist in allem was er macht unorganisiert. Das hat definitiv auch mit seiner Diagnose zu tun. Damit eckt er an, und bekommt am Ende immer wieder die Papiere. Das nagt natürlich auch am Selbstwertgefühl eines jungen Menschen. Der Freundeskreis verändert sich, weil er im gewohnten Umfeld nicht mithalten kann. Mittlerweile hat er ein Schutzschild um sich aufgebaut, dass es nicht einfacher macht an Ihn heranzukommen. Er fühlt sich bei Kritik sofort persönlich angegriffen und geht oft in die Offensive (Selbstschutz). Jetzt macht er schon eine ganze Weile nichts mehr. Kommt zurück ins Haus wenn wir zur Nacht sind oder gehen und ist oft unterwegs wenn ich von der Arbeit komme. Damit geht er mir oftmals aus dem Weg und beschränkt den notwendigen Kontakt auf meine Frau. Dazu muss ich sagen, dass auch ich nicht viel mit ihm spreche. Soll heißen das Klima zwischen uns, ist auch nicht gerade das Beste. ... meint, ich reduziere Ihn auf die Arbeit die er nicht hat. Und da er da nicht in der Spur ist würde ich Ihn ignorieren. Ich meine, es ist schwierig mit ihm über seine Probleme zu sprechen ohne das es eskaliert, also lasse ich es bleiben. Und ich habe oft ein Problem damit über Nebensächlichkeiten zu sprechen, wenn mir andere Themen unter den Nägeln brennen.

Jetzt hat sich das über einen längeren Zeitraum so eingespielt und ist für uns Alltag. Trotzdem ist meiner Frau und mir klar, dass die Situation nicht so bleiben kann. Wobei wir immer gehofft haben, dass vielleicht die Zeit für uns spielt. Aber der Junge wird bald 24 Jahre und ist aufgrund seiner Situation schon lange nicht mehr Kindergeldberechtigt. Zudem wurden wir jetzt noch von der Krankenkasse in die Pflicht genommen die Beiträge für Ihn zu bezahlen. Wir wissen so gar nicht, wo wir noch ansetzen können und welche Anlaufstellen es für ... und uns noch gäbe.

Meine Frau hat mit unseren Sohn über die Kontaktaufnahme gesprochen, da sich Marcel gegebenenfalls auch helfen lassen müsste.

In der Hoffnung auf Tipps die uns weiterhelfen, bedanke ich mich schon jetzt bei Ihnen.

Gerne führen wir auch ein persönliches Gespräch mit Ihnen.



Mit freundlichen Grüßen


...


 

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