Achterbahn

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 





-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Mittwoch, 3. November 2021 20:52
An: ...
Betreff: Paarberatung

Hallo Herr Thiel,

mein Partner und ich haben 2 Kinder (2 Jahre, 10 Monate) und sind seit 12 Jahre zusammen. Ich war 19, er 24. Eine lange Zeit, in der es viele schöne Momente, aber auch viel Schwieriges gab und wir zeitweise auch getrennt waren.

Im Lauf der Jahre haben wir irgendwie verlernt oder evtl auch nie gelernt kostruktiv miteinander zu sprechen.

Wir verstehen uns ganz gut, solange Streitthemen ausgeklammert werden und der Stresspegel nicht all zu hoch ist, dies wiederum ist mit 2 Kindern oft nicht hinzubekommen.

Leider eskaliert die Situation dann regelmäßig und von mal zu mal auch krasser. Wir schreien uns an und meistens kommen mir die Tränen. Vor 1,5 Wochen ist er dann sogar für 1 Nacht ausgezogen und wäre auch länger weg geblieben, wenn da nicht die Kinder wären, die unsere Streitigkeiten leider immer mitbekommen, da wir es auch nicht schaffen, diese auf einen Zeitpunkt zu legen, wenn die Kinder nicht dabei sind.

Das letzte Mal war unser Sohn dann total verstört, hat morgens nur geweint und gefragt: wo ist Papa hin... Was tun wir unseren Kindern an, habe ich mir damals gedacht, so kann es nicht weitergehen...

Das Schlimme ist, dass das bei uns wie ein Muster ist, als würden wir es irgendwie auch brauchen, nach so einem Streit geht die Versöhnung recht schnell und alles ist wieder normal und gut, aber bis dahin ist es eine riesen Achterbahnfahrt, in welcher er gehen will und ich hysterisch heule, weil ich panische Angst hab verlassen zu werden und mittendrin sind unsere Kinder....

Wir sind uns einig, dass wir etwas ändern müssen, wir müssen lernen miteinander zu reden, auch in Konfliktsituationen, denn selbst wenn es zu einer Trennung kommen sollte, sind da ja immer noch die Kinder und auch dann müssen wir irgendwie miteinander reden können.

Eine Paarberatung wäre für uns sehr gut, um uns zu helfen, vor allem aber, um unsere Kinder nicht weiter zu verunsichern, sind wir da bei Ihnen richtig?

Vielen Dank und viele Grüße,

...

 

 

 

 

 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Dienstag, 14. September 2021 17:08
An: ...
Betreff: Anfrage Familientherapie

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin ein alleinerziehender 50jähriger Vater von zwei Kids.

A (Sohn) ist 15, hochbegabt und hat eine Geschlechtsidentitätsstörung. Er lebt seit einem Jahr in der Woche in einem Internat in ... .

In ... ist er hinsichtlich der Geschlechtsidentitätsstörung mittlerweile auch therapeutisch angebunden.

B (Tochter)  ist 9 Jahre alt, wohnt bei mir und besucht derzeit die 4. Klasse der Grundschule in ... .

Meine Ex und ich haben uns vor 3 Jahren getrennt.

Im Anfangsbereich hatte der Kontakt noch relativ gut geklappt. Zu diesem Zeitpunkt hatte meine Ex sich noch eine Wohnung in ... genommen und die Kinder konnten entscheiden, ob sie bei Mama oder bei Papa schlafen wollen. Wenige Monate nach ihrem Auszug hatte sie mit ihrem damaligen Freund beschlossen, nach ... auszuwandern.

Das Geld, was sie nach der Scheidung bekommen hatte, investierte sie in ... in ein Lokal – dieses ging dann während Corona pleite und sie war mittellos.

Vormals war sie Abteilungsleiterin in einem ...., danach war sie Monate lang krank geschrieben, hat dann gekündigt und war danach arbeitslos. Aktuell (seit diesem Monat) arbeitet sie wieder, jetzt als Servicekraft in einem ... .

Unserer früher geschlossene Umgangsvereinbarung ist seit dem Wegzug meiner Ex-Frau aus ... hinfällig. Hier habe ich mich schon mit dem Jugendamt in ... in Verbindung gesetzt. Unsere Sachbearbeiterin wird versuchen, uns hier an einen Tisch zu bringen, um eine neue Umgangsvereinbarung auszuhandeln.

Aktuell ist meine Ex-Frau zusammen mit ihrem Freund nicht angemeldet auf einem Campingplatz in ... wohnhaft.

Gemeldet ist sie wohl noch in ... an der Anschrift der Eltern ihres Freundes.

B hatte mir vorgestern gesagt, dass sie nach den Sommerferien bei Mama wohnen möchte. Damit konfrontiert hat mit meine Ex-Frau gestern geschrieben, dass sie B zu sich nehmen möchte. Das kommende Schuljahr (5. Klasse) soll bei ihr starten.

B vermisst selbstverständlich sehr ihre Mutter und ist natürlich für diese Art Versprechen sehr zugänglich.

Auf Grund der häufigen Wohnort- und Partnerwechsel meiner Ex-Frau in den letzten Jahren halte ich es aber nicht wirklich für sinnvoll, wenn B zu ihrer Mutter zieht und das gewohnte Umfeld hier verlässt.

Im Übrigen weiß ich nicht, ob der Campingplatz überhaupt für die Kinder adäquat als ganzjähriger Wochenendaufenthalt oder auch als ständiger Wohnort geeignet ist.

Hinzu kommt, dass meine Ex-Frau derzeit als Service-Kraft arbeitet und hier Arbeitszeiten hat, wo sie deutlich vor 5 Uhr das Haus / den Wohnwagen verlassen muss.

Ich habe versucht, mit meiner Ex-Frau darüber zu reden, sie weigert sich sogar, mir Bilder von ihrer derzeitigen Behausung zukommen zu lassen mit der Begründung, dass es mich nichts angeht, so lange sich die Kinder wohl fühlen.

Auch will sie nicht unter 4 Augen mit mir sprechen.

Allerdings hat sie eine Familientherapie nicht ausgeschlossen.

Unsere Sachbearbeiterin vom Jugendamt ... hat sich heute bei mir zurückgemeldet. Sie schließt kategorisch aus, dass B zum derzeitigen Zeitpunkt zu ihrer Mutter ziehen kann.

Für mich ist in erster Linie wichtig, dass es B gut geht. Wenn sich herauskristallisiert, dass sowohl Jugendamt, wie auch ich als Vater gegen den Umzug sind, wird meine Ex wahrscheinlich nicht selbstreflektiert reagieren, sondern gegenüber von B mir die Schuld dafür geben.

Hier möchte ich, dass B durch eine neutrale dritte Person mit aufgefangen werden kann und neben ihren Bezugspersonen noch eine weitere neutrale Stelle existiert, wo sie die Möglichkeit hat, das aufzuarbeiten. Außerdem besteht auch die Gefahr, dass meine Ex sich vollständig rausnimmt, wenn sie erfährt, dass B nicht zu ihr kann und das würde es dann natürlich auch nicht leichter machen für B.

Ich biete B ein strukturell gesichertes Leben, komme jedoch selber mit der emotionalen Schiene nicht so gut klar. Ich habe Angst, dass ich weder zu meinen eigenen Gefühlen, noch zu B`s Gefühlen den entsprechenden Zugang bekomme, um sie emotional aufzufangen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

...



 

 

 

 



-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Freitag, 31. Januar 2020 15:43
An: ...
Betreff: Anfrage/ Bitte um ein Beratungsgespräch

Sehr geehrter Herr Thiel,

mein Name ist ..., ich bin 37 Jahre jung, Mutter einer 12 Jährigen Tochter ... und habe einen Lebensgefährten (...). Wir sind seit knapp 3 Jahren ein Paar und seit 2 Jahren leben wir in einer gemeinsamen Wohnung.

An sich könnte alles super sein, doch es gibt einige Probleme, welche uns sehr belasten.


In Bezug auf meine Tochter:

Obgleich es auch einige positive Punkte gibt, ist die aktuelle Situation in Kürze folgende:


- Sie kann sich seit einiger Zeit schon sehr selten zu etwas aufraffen

- Häufig findet sie alles langweilig, Privatleben, jegliche Vorschläge, Schule

- Motivation und Antrieb fehlen (Und es ist sehr schwierig, sie dahingehend zu unterstützen)

- Außerdem ist sie seit längerem auch sehr Interessenlos und hängt quasi nur rum


Sie war schon immer der Typ, der sich schnell gelangweilt hat und Action eingefordert hat, aber von sich heraus schwer zu etwas zu bewegen war. Insbesondere dann, wenn es darum geht ein Ziel länger zu verfolgen, kommt es schnell dazu, dass sie behauptet, das sei eh langweilig, dann kommen Frust und schließlich aufgeben. Irgendwo scheint ihr ein entscheidender Schritt zu fehlen und ich weiß nicht, wo und welcher und wie ich/ wir sie noch unterstützen können.

Ich wünsche mir mehr Lebensfreude, Interessen, Wünsche, Ziele für sie und komme einfach nicht weiter.

Ich möchte ihr gern helfen, sie unterstützen und weiß nicht wie.


In Bezug auf meinen Partner:

Auch hier gibt es natürlich positive Punkte und dennoch befinde ich mich mit ihm in einer Gefühlsachterbahn:

Hierzu muss ich sagen, dass er noch sehr darunter leidet seine eigene Tochter aus zweiter Ehe verloren zu haben. Sie ist im Alter von 19 Jahren an den Folgen einer Erkältung gestorben. Zur Trauerver- und Bearbeitung ist er nun bereit und fährt auch im Apriö auf Kur. Trotz der Trauerphasen hatten wir unser gemeinsames, neues Leben bisher gut im Griff. Trotzdem gibt es natürlich einige Schwierigkeiten. Bspw.:

- Seine Schlafstörungen

- Das auf und ab seiner Stimmung

- Probleme mit Beziehung und Bindung

- auch bei ihm stelle ich Interessenlosigkeit fest


Ich vermute sehr stark, dass er sich stets ablenkt und versucht die Trauer damit zu verdrängen. Unsere Wochenenden sehen nicht viel anders aus, als die Arbeitswoche. Auch an den Wochenenden, sucht er sich "Arbeit" im Haushalt, werkeln im Keller, oder er bügelt Stundenlang Wäsche, und kurz nach dem Frühstück legt er sich erstmal wieder schlafen, um den Schlafverlust aufzuholen. Ist er wach, beteiligt er sich fast nie am Familienleben, sondern geht eben irgendwelchen Tätigkeiten nach, oder spielt Solitär auf seinem Handy, oder schaut sich irgendwas auf dem Pad an. Urlaub nimmt er auch nie.

Irgendetwas gemeinsam mit ... und mir macht er nur, wenn ich wie immer die Initiative ergreife und ihn darum bitte, mit uns etwas zu machen, zu unternehmen. Diese Situation war schon mal viel besser. Aber immer wenn es phasenweise gut läuft, fällt kurz darauf alles wieder in sich zusammen.

Ich fühle mich leer, allein gelassen und ausgepowert. Und ich mache gerade eine neue Ausbildung/ Studium was mir sehr viel Spaß macht, aber auch einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Ich habe das Gefühl immer alles regeln zu müssen, zwischen allen vermitteln und alles hoch halten zu müssen. Wenn ich das nicht tue, tut es keiner. Und mir fehlt langsam die Kraft dazu, das alles noch zu schaffen und hinzubekommen. Mit meiner Familie, also Kind und Mann, habe ich darüber gesprochen, wie es mir geht. Und auch darüber, das ich gerne eine Hilfe in Form einer Familientherapie für uns gemeinsam in Anspruch nehmen möchte. Glücklicherweise scheinen beide dafür aufgeschlossen zu sein, das wir uns gemeinsam Unterstützung und Hilfe suchen.

Diese Beschreibung ist doch schon recht lang und dennoch nur ein kurzer Ausschnitt. Ich hoffe sehr, das Sie uns irgendwie weiter helfen können und hoffe auf ein Beratungsgespräch.

Vielen Dank und mit freundlichem Gruß

...

 

 

 

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