Abgründe

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 





-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 18. Juni 2020 11:18
An: ...
Betreff: Familie ... braucht dringend Hilfe


Guten Tag Herr Thiel,

Ihre Kontaktdaten habe ich aus dem Internet.

Wir, mein Lebensgefährte Paul (57) unser gemeinsamer Sohn Max (14) und ich (51) benötigen Hilfe im Umgang miteinander. Auch wenn es eine Trennung bedeutet.
Seit 18 Jahren sind wir ein Paar. Paul hat noch 2 Kinder aus der ersten Ehe. Paul hat beruflich viel Pech gehabt und nach dem ... mussten wir für die Firma Insolvenz anmelden. Die Privatinsolvenz haben wir auch hinter uns, Paul hat nun Erfolg in seiner neuen Firma. Es könnte so schön sein.

Leider ist es aber so, dass wir innerhalb der Familie Streitigkeiten haben. Paul demütigt und beleidigt uns, nicht nur im angetrunkenen Zustand. Max und ich haben das Gefühl, dass er systematisch unser Selbstwertgefühl kaputt machen will, ja sozusagen uns das ‘Rückgrat’ brechen will.

Dieser Zustand ist unerträglich. Das gesamte Tierreich haben wir uns schon an den Kopf geworfen. Und noch viel mehr. Vor kurzen ist die Situation dann so eskaliert, dass ich selbst meine tiefsten Abgründe gesehen habe. So habe ich mich über mich selbst erschrocken.

Verbale Gewalt ist möglicherweise subtiler als körperliche Gewalt. Aber für Max ist diese Art von Zustand schlecht zu ertragen. Er hat letztendlich kein Vorbild. Auch mich nicht, da ich die Situationen selbst kaum ertrage und ihn nicht auffangen kann. Er sagte kürzlich, es sei besser arm zu sein und glücklich als ein Leben mit Paull.

Bei uns im Haus wird Abends Alkohol getrunken. Das macht die Sache nicht einfacher.

Nun habe ich meinen Leuten vorgeschlagen, mehr Respekt im Umgang miteinander. Das hat leider ohne professionelle Hilfe nicht funktioniert.

Max hat einen angeborenen .... Wir sind froh, dass er überlebt hat. Es geht ihm körperlich gut. Innerlich ist er aber mit sehr wenig Selbstvertrauen ausgestattet.

Die gesamte Situation ist für mich und Max nicht mehr zu ertragen. Paul steht auf dem Standpunkt, dass wir die Fehlerquelle sind.

Ich habe viele Beispiele, ich will aber auch objektiv bleiben. Zuerst muss ich aber an Max denken.

Was denken Sie, können wir Sie für ein Gespräch besuchen?

Sie können mir gerne zurück schreiben.

In der Hoffnung auf einen Termin, wünsche ich mit

freundlichen Grüßen einen schönen tag

...

 

 

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