Gewalt von Kindern

 

 

 

 

 

Peter Thiel 

Systemischer Berater und Therapeut / Familientherapeut (DGSF)

Telefon: 030 / 499 16 880 

Funk: 0177.6587641

E-Mail: info@praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Internet: http://praxis-fuer-loesungsorientierte-arbeit.de

Kontaktaufnahme per Mail wird empfohlen.

 

Die nachfolgenden Anfragen wurden teilweise leicht verändert, um die Anonymität der Anfragenden zu sichern.

 

 

 

 

 

 


 

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 24. September 2018 10:42
An: ...
Betreff: Anfrage Termin

Guten Morgen Herr Thiel,

wir würden gerne einen Termin bei Ihnen erhalten, um mit unserer Tochter und Ihnen abzuklären, ob eine Familientherapie der sinnige Weg für uns ist. Meine 13 jährige Tochter ist gestern auf mich losgegangen, nachdem ich ihr den Umgang mit einem 14 jährigen Freund verboten habe, der schon wegen schwerer Köperverletzung sowie Brandstiftung und schwerem Raub vorbestraft ist. ... kennt diesen Jungen seit zwei Wochen und hat sich massiv in der kurzen Zeit verändert. Ihr Gewaltausbruch und ihre Wut war so heftig, dass sie mir mit der Faust gegen den Kopf mit all ihrer Kraft geschlagen hat.

Wir wissen, dass Termine bei Ihnen rar sind. Nichtsdestotrotz wäre ich über einen Rückruf von Ihrer Seite sehr dankbar. Die Telefonnummer lautet: ... .

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 

 


 


-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Montag, 6. August 2018 10:02
An: ...
Betreff: Terminanfrage

Hallo Herr Thiel,

mein Mann und ich würden gern mit unserem Sohn ... (5 Jahre alt) zu Ihnen kommen. Wir sind uns nicht sicher, ob Sie der richtige Ansprechparner sind und ob eine Therapie überhaupt notwendig ist; ich habe jedoch mit dem systemischen Ansatz sehr gute Erfahrungen gemacht und wurde auch von meinen Kollegen von der Freien Schule ... ermuntert, mich an Sie zu wenden.

Ursprünglich ging es dabei um die häufigen Wutanfälle und die Unzufriedenheit von .... Nun gibt es jedoch etwas, das uns noch mehr beschäftigt: er hat wiederholt geäußert, dass er, wenn er schöne Mädchen sieht, immer denkt, dass er ihnen den Bauch aufschneiden will. Er macht sich darüber auch Gedanken und hat, denke ich, Angst davor, dass das unnormal ist. Er will das nicht denken und versteht nicht, warum er sowas denkt.

Meinen Sie, es ist eine gute Idee, zu Ihnen zu kommen?

Mit freundlichen Grüßen

...

 

 

 


 




-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Donnerstag, 17. Mai 2018 12:04
An: ...
Betreff: Anfrage für einen Termin

Guten Tag Herr Thiel,

ich bin ratlos als Mama einer 4 jährigen Tochter und möchte mir dringend Hilfe bei Ihnen suchen.

Ich benötige Tipps zum Umgang in Konfliktsituationen, da ich mir keinen Rat mehr weiß und als Mama doch alles richtig machen möchte.

Kurz für Sie zum Hintergrund unserer momentanen Situation. Als meine Tochter 2 Jahre war trennte ich mich vom Vater. 4 bis 5 Monate später hatte jeder von uns neue Partner und es lief alles in geregelten Bahnen. Alle 14 Tage ist die kleine am Wochenende bei Ihrem Papa. Anfang diesen Jahres bin ich dann mit meiner kleinen Tochter von ... zu meinem neuen Partner hier nach ...gezogen. Das brachte natürlich auch einen Kita Wechsel mit sich. Der Umgang zum Papa wird weiterhin alle 14 Tage von Donnerstag bis Sonntag gehalten und wir können wenn es um unser Kind geht gut kommunizeren.

Meines Erachtens hat sich die kleine auch gut in die neue Kita eingelebt. Jedoch kommt es vermehr zu extremen Wutanfällen der kleinen und ich denke, dass das nicht die normalen Trotzanfälle eines Kleinkindes sind. Sie schreit, schlägt und tritt um sich und ist dann gar nicht mehr Herr ihrer Sinne macht es den Eindruck.

Diesbezüglich bitte ich dringend um Hilfe, da ich dem Problem auf den Grund gehen möchte und natürlich an einer Verbesserung der Gefühlsausbrüche für meine Tochter arbeiten möchte.

Bitte melden Sie sich doch telefonisch bei mir unter ... .

Vielen Dank

...

 

 

 

 





-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: ...
Gesendet: Sonntag, 7. Januar 2018 12:55
An: ...
Betreff: Probleme Umgang mit 4,5 jährigem

Hallo Herr Thiel,

die Probleme die wir haben beziehen sich auf den respektlosen und aggressiven Ton unseres Sohnes. Wir legen großen Wert darauf, dass er alle Emotionen zeigen kann und lernt mit ihnen umzugehen. Er war zwei Jahre bei einer Tagesmutter, mit 3 Jahren kam er dann in den Kindergarten und seit dem unterdrückt er oft seine wahren Gefühle (lacht immer) bzw. schämt sich für sie und jeden Tag geht er plötzlich hoch, selbst wenn gerade alles ruhig ist.

In der Kita ist er nicht auffällig, im Gegenteil, er ist eher ruhig und untergeordnet, er kam dort in eine große Gruppe, die sich bereits seit der Eingewöhnung gemeinsam in dieser Gruppe befindet. Er möchte nicht, dass wir mit jemandem über diese Probleme sprechen weil, wie er sagt, er sich schämt. Wir werden nur herumkommandiert und sind "beschissen". Beispiel: er war mit seinem Papa bei einer Freundin spielen als es wieder nach hause ging, war noch alles gut, bis die Freunde nicht mehr zu sehen waren und er plötzlich gegen unser Auto trat und auch im Auto alles demolierte was ihm in die Finger kam. Wenn wir mit ihm schimpfen ist es oft so als würde er uns ignorieren oder er provoziert dann weiter (spuckt oder streckt die Zunge raus), wenn wir ihm dann näher kommen rennt er lachend weg und macht ein Spiel daraus. Zu unserer Schande müssen wir gestehen dass wir in unserer Verzweiflung ihm auch schon eine Backpfeife gegeben haben, wofür wir uns aber hinterher entschuldigt haben. Wir kommen sehr an unsere Grenzen, wir haben das Gefühl dass wir mittlerweile auch nicht mehr wie Eltern reagieren sondern eher wie trotzige Kinder auf seinem Niveau.

Ich habe Angst mein Kind nicht mehr zu lieben und habe auch schon viel geweint, weil ich es nicht mehr schaffe, es nicht persönlich zu nehmen. Wir üben schreiben oder malen und plötzlich sieht man dass sich seine Mimik verändert, er ist plötzlich genervt, Geräusche die vorher schon da waren stören plötzlich und er bekommt selbstzweifel, er schmeißt den Stift hin mit Tränen in den Augen "ich kann das nicht, guck mal wie schief". Ich erkläre ihm dann dass wir auch gerne etwas anderes machen können und er zufrieden mit sich sein kann, da da nichts schief war, es sah gut aus, aber das sieht ja jeder anders. Aber dann werde ich trotzdem nur genervt angeguckt, ich soll das wegräumen oder was wir auch schon hatten, ich soll das dann schreiben oder malen, wenn ich sage dass ich das nicht möchte fängt er an zu weinen und zu schreien. Er hat mich auch schon aus purer Langeweile heraus gebissen, weil ich ihm zu ruhig reagiert habe "ich weiß was du nicht leiden kannst und haute mich" ich sagte dass er recht hat, das kann ich nicht leiden weil es mir weh tut und er krabbelte über meinen Schoß und biss mir von hinten uns Bein.

Diese Sorgen haben wir fast ausschließlich zuhause, wo ihn keiner sieht. Müssen wir woanders etwas schimpfen, sagt er nur, wir sollen aufhören oder leise sein, weil es keiner hören soll. Sein Standardsatz für uns lautet "ich will nichts mehr von dir hören". Er scheint dabei oft mehr traurig und auch in sich zusammengefallen als dass er wütend wirkt. Wir haben mehrere Wutventile probiert, ein Kuscheltiere dass er hauen durfte, eine Ecke zum beruhigen in der ein Hocker stand, bei dem sagte er dann nur lächelnd zu mir nachdem er frech war "Mama du musst mich jetzt wieder auf den Hocker setzen". Für ihn war alles nur ein Spiel. Ich kann mit ihm zu keinem Therapeutendirekt gehen, da er zum einen nicht darüber sprechen möchte und zum anderen woanders eher ruhig und schüchtern ist.

Nun habe ich viel geschrieben, aber ich suche dringend Hilfe, immer öfter kommen in mir selbstzweifel, ob unser Sohn eine "bessere" Familie verdient hätte, die mit seinem Wesen besser umgehen kann. Ich war immer konsequent und es ganz keine Probleme, wir konnten immer sprechen, aber jetzt reagiert er immer mit einem Lachen.

Danke schon einmal für die Geduld diesen halben Roman zu lesen

Schöne Grüße

Eine verzweifelte Mutti

 

 

 

 

 

 

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